Gastbeitrag: „Röcke und Kleider für Männer – Ein gesellschaftliches Tabu“

Heute gibt es statt Selbstgeschriebenem einen Gastbeitrag.
Samuel Muth, Hosenträger, der seit Neuestem auf 8000 Muenchen 40 bloggt, studiert Politikwissenschaften und hat sich im Nebenfach Soziologie über den Mann im Rock ausgelassen. Mit seiner freundlichen Genehmigung, für die ich mich herzlich bedanke, veröffentliche ich seinen Text.
Mein Einfluss kann also nicht ganz schlecht sein, denn seine Hausarbeit wurde nur knapp nicht mit „Sehr Gut“ bewertet. Und manchmal ist es so ein Text, der mich darin bestärkt, meinen unkonventionellen Bekleidungsvorlieben öffentlich nachzugehen, anstatt meine Röcke nur in der Wohnung zu tragen und mich darin vor Gelsenkirchener Barock ablichten zu lassen.

Aber lesen Sie selbst!

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Röcke und Kleider für Männer – Ein gesellschaftliches Tabu

In den westlichen Gesellschaften zeigt sich der steigende Individualismus auch in der praktisch freien Wahl der Kleidung. Damit werden Lifestyle und Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe ausgedrückt. Trotzdem gibt es einige Konventionen. Hierzu gehört, dass Männer praktisch keine Röcke, Kleider oder sonstige als weiblich angesehene Kleidungsstücke tragen. Wieso dies der Fall ist und welche Konsequenzen das hat, möchte ich in dieser Arbeit darstellen.

„Sie beleidigen Frauen!“

Ausschlaggebend für die Wahl des Themas dieser Arbeit war eine Erfahrung, die ich im Jahr 2010 machte, als ich mit Ben Neudek, einem Freund von mir und passioniertem Rockträger, in München unterwegs war. Ben Neudek formulierte das Geschehene in seinem Blog folgendermaßen:

Es wurde wieder mal Zeit, daß ich für meine modische Vorliebe blöd angemacht werde.
Nach einem erfüllten Tagesprogramm, sieben Stunden Trambahnfahren, näherte sich mir unbemerkt eine Frau, die ich mit einer ausholenden Bewegung fast umgestoßen hätte.
Sie musterte mich. Sie musterte mich lange, bevor sie mir sagte, daß Männer keine Röcke trügen. Schlimmer noch: “Sie beleidigen Frauen!” Nun, das konnte ich leider so nicht stehen lassen, was leider auch mit ihrem Aussehen zu tun hatte. Sie schleppte einige Burger und Tiefkühlpizzen zu viel mit sich herum. Das konnten auch ihre zu kurze Jogginghose und der Billig-Fleece-Pullover nicht kaschieren. Leider musste ich sehr schnell feststellen, daß sie Argumenten und Einstellungen, die sich abseits ihres Denkschemas bewegen, wenig zugänglich war. Daß Jogginghosen nicht unbedingt als Casual Style durchgehen, akzeptierte sie nicht. Nachvollziehbar, laufen doch mehr adipöse Menschen in sogenannter Sportkleidung rum als schlanke Männer im Rock. Es liegt ja immer im Auge des Betrachters. Sie war eine typische Vertreterin, wie sie im Privatfernsehen jeden Nachmittag zu sehen sind. Männer im Rock stehen halt nicht mitten im Leben.
Meine Begleiter amüsierten sich offensichtlich.
Nachdem sie irgendwann einsehen musste, daß gut gemeinte Worte bei mir zwecklos sind, suchte sie die nächst höhere Instanz am Platz auf. Sie redete auf den Trambahnfahrer ein und zeigte auf mich. Der gute Mann, der wenigstens eine anständige Uniform trug, blickte in unsere Richtung und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Leider hatte er nicht unbegrenzt Zeit, weil der Fahrplan keine Gnade kannte.

Als sie bemerkte, daß ich einstieg, verwarf sie ihre Vorsatz, pünktlich ins nächste Schnellrestaurant zu kommen und blieb draußen. Als die Trambahn abfuhr, griff sie zu ihrem Mobiltelefon. Das Erlebniss musste umgehend mitgeteilt werden.
Meine Begleiter fragten mich, ob ich denn öfter solche Erlebnisse hätte. Nach einigem Überlegen kam ich nicht umhin zuzugeben, daß sie einem der Höhepunkte meiner Rockträger-Karriere beiwohnten.

Dies stellte mich vor die Frage, aus welchen Gründen dem Anblick von Männern in Röcken in unserer doch sehr offenen und freien Gesellschaft mit so großen Ressentiments entgegengekommen wird.

Röcke und Kleider für Männer, ein gesellschaftliches Tabu

Die Wahl der Kleidung dient in unserer Gesellschaft schon immer auch als Weg der Kommunikation. Die Kleiderordnung in der vorindustriellen Zeit zeigte eindeutig die Standeszugehörigkeit an. Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich unsere heutige Vorstellung von Mode als Ausdruck von Lebensstil und sozialer Schicht, aber auch zur Unterstreichung des Geschlechts.
Im Zuge der Frauenbewegung erschlossen sich für Frauen zunehmend auch jene Kleidungsstücke, welche zuvor Männern vorbehalten waren, beispielsweise Hosen und T-Shirts. Es erscheint auf den ersten Blick daher ungewöhnlich, dass typisch weibliche Kleidungsstücke, also Röcke, Kleider und ähnliches, in unserer Gesellschaft bisher immer noch Frauen vorbehalten bleiben.
Männer in Frauenkleidung werden grundsätzlich als Transvestiten angesehen, oder es wird als ein sonderbarer Fetisch interpretiert. Auch wenn es inzwischen spezielle Männerröcke gibt, finden diese kaum Akzeptanz in der Gesellschaft. Vielmehr wird den Trägern solcher Röcke häufig intuitiv eine homosexuelle Neigung zugeschrieben. Es stellt sich mir daher die Frage, aus welchem Grund männliche Kleidungsstücke für Frauen heute gesellschaftlich anerkannt sind, nicht aber umgekehrt.

Wie lässt sich dieses Phänomen erklären?

Um dies herauszufinden, werde ich zuerst analysieren, welche gesellschaftliche und individuelle Bedeutung Kleidung und Mode im Genauen haben. Zum einen stellt sich die Frage, wie sich die heutigen Kleidungsstile im Zuge der zunehmenden Individualisierung unserer Gesellschaft entwickelt haben. Den langen, komplexen Weg von den klaren Kleiderordnungen der vorindustriellen Zeit bis hin zu den heutigen Modephänomenen werde ich allerdings nur kurz umreißen. Stattdessen werfe ich einen zusätzlichen Blick auf die mikrosoziologische Komponente von Kleidung: Welche Beweggründe haben Individuen, sich für einen bestimmten Kleidungsstil zu entscheiden? Welche Rolle spielen hierbei gesellschaftliche Vorgaben und Zwänge?
Mit diesen Erkenntnissen werde ich die Änderung der gesellschaftlichen Konventionen bezüglichen Kleidungsstücken im Zuge der Frauenbewegung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts betrachten. Mehr und mehr wurde es in dieser Zeit selbstverständlich, dass Frauen auch Hosen tragen können. Heute erscheint das in unserem Kulturkreis selbstverständlich. Diese Wende dient mir daher als Vergleichsobjekt, als eine tatsächliche Änderung einer Kleiderordnung in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum.
Nun versuche ich, die gewonnenen Informationen auf meine Fragestellung anwenden, um herauszufinden, wieso weibliche Kleidung für Männer immer noch als ein kaum angetastetes Tabu angesehen wird. Sie dienen zumeist nur dazu, einen Mann als Frau darzustellen (Transvestitismus).
Hosen und T-Shirts werden extra für Frauen hergestellt, ob eng anliegend oder mit besonderen Accessoires, welche zur Unterscheidung von Männerkleidung dienen sollen. Aber auch weit geschnittene Hosen und Hemden sind bei Frauen gesellschaftlich voll akzeptiert. Selbst im Sektor der Businesskleidung sind beispielsweise Hosenanzüge inzwischen völlig etabliert.
Wieso also haben sich im Gegenzug nicht auch Röcke und Kleider für Männer in der Alltagswelt durchgesetzt? Praktische Gründe können hierbei so gut wie keine Rolle spielen. Trotzdem sind diese Kleidungsstücke abgesehen von einigen traditionellen Trachten (z.B. dem Kilt in Schottland) und in bestimmten soziokulturellen Milieus (z.B. der Gothic Szene) praktisch alleine zur konkreten Darstellung von Weiblichkeit einsetzbar.
Wieso aber ist dies der Fall? Aus welchem Grund können diese durchaus praktischen Kleidungsstücke nicht in der Männerwelt durchsetzen? Diese Fragen versuche ich zu beantworten, indem ich in einer kurzen Zusammenfassung betrachte, welche Attribute und Verhaltensweisen in der Gesellschaft heute von Männern erwartet werden und was diese von sich selbst erwarten.
Hierbei wird sich zeigen, dass Männer, trotz fortschreitender Gleichberechtigung der Geschlechter, weiterhin die Rolle des starken und durchsetzungsfähigen Menschen einnehmen möchten und sollen. Dagegen steht, dass weibliche Attribute, hier die Kleidung, vielfach immer noch mit Schwäche verbunden werden.
Diese Erkenntnis wird zeigen, inwiefern meine Forschungsfrage einen nicht zu vernachlässigenden Faktor bezüglich der Gleichberechtigung von Frau und Mann beleuchtet.

Männerröcke – Eine soziologische Analyse

Einordnung und Hintergründe geschlechterspezifischer Kleidung

Um zu verstehen, wie es zur fehlenden Akzeptanz für Männer in weiblicher Kleidung kommt, muss zuerst betrachtet werden, welche Bedeutung die Wahl der Kleidung im soziologischen Sinne hat.
Kleidung entwickelte sich schon früh vom rein praktischen Aspekt hin zu einem Medium, welches den Status einer Person widerspiegelte. Nicht nur im militärischen Bereich diente Kleidung als Kommunikationsweg und als Distinktionsmerkmal, auch im zivilen Bereich zeigte sich an der Kleidung eines Menschen dessen Position in der Gesellschaft. Dies galt insbesondere auch für die unterschiedliche Kleidung von Frauen und Männern.
Unter dem starken Einfluss der Kirche vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert hinein erfüllte die Kleidung der Frauen vor allem den Zweck zu verhüllen. Die Kleidung der Männer hingegen blieb zumeist zweckmäßig, abgesehen von den edlen Kleidungsstücken, die dem Großteil der Bevölkerung nicht zugänglich waren.
Durch die fortschreitende Industrialisierung und Landflucht änderten sich die Lebensverhältnisse vieler Menschen drastisch. Männer beginnen, bewusst auf durch Kleider markierte Sexualität zu verzichten, um zu betonen, dass ihre Männlichkeit so selbstverständlich ist, sie nicht durch die Kleidung verstärkt werden muss. Währenddessen ist die Frau modisch gekleidet. Sie dient damit im weitesten Sinne als Ausstellungsstück des Mannes, als Zeugnis seines Wohlstands. Mode ist damit um die Jahrhundertwende eine rein weibliche Angelegenheit.
Diese dezidiert unmarkierte Geschlechtlichkeit männlicher Kleidungsstücke hat sich in großem Maße bis heute in der Männermode gehalten. Im Kontrast hierzu steht immer noch die klassische weibliche Mode, welche (je nach Epoche mehr oder weniger) die Sexualität und die anatomischen Formen der Frau hervorhebt.
Jedoch gibt es für Frauen inzwischen zahlreiche Kleidungsstücke, die sich ursprüng-lich an Männerkleidung orientieren. So sind unter anderem Hosen und Anzüge für Frauen in diversen Formen und Farben auf dem Markt. Dies war bis in die 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts noch höchst ungewöhnlich, die Frau trug stattdessen Kleider und Röcke.

Ermöglichung männlicher Kleidung für Frauen im Zuge der Frauenbewegung

Der heute bei uns völlig normale Anblick von Frauen in Hosen findet seinen Ursprung insbesondere in der Frauenbewegung der 1960er- und 1970er-Jahre. Die Hose war nicht nur ein praktisches Kleidungsstück, sie stand auch seit jeher für Männlichkeit. Nicht umsonst hat sich die Redewendung „die Hosen anhaben“ bis heute in unserer Gesellschaft erhalten.
Der Wille nach Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann führte zwangsläufig auch über die Kleidung, die hier ganz klar als Kommunikationsmedium zu verstehen ist. Die Forderung nach gleichen Rechten in der Familienplanung, auf dem Arbeitsmarkt und in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft wurde so unterstrichen. Die Geschlechtlichkeit markierende Symbolik weiblicher Kleidung wurde bewusst vermieden, um die bürgerliche Rolle der Frau in Frage zu stellen. Das Tragen von Hosen symbolisierte den Wunsch der Frauen, sich vom schönen Anhängsel des Mannes mit Qualitäten in Hausarbeit und Kindeserziehung zu emanzipieren, zu einem in allen Lebensbereichen mündigen Menschen mit der freien Wahl von Beruf und Lebensstil. Nicht umsonst umfasst das Klischee der „Emanze“ eine Frau mit weit geschnittener, eher männlich anmutender Kleiderwahl.
Im Zeitraum von etwa 1960 bis heute wurden viele Ziele der Frauenbewegung erreicht, wenn auch längst noch nicht alle. Einen der Wege, der einen zusätzlichen Schub bezüglich der Gleichberechtigung von Frauen und Männern bringen kann, werde ich am Ende dieser Arbeit vorstellen.
Hosen und Hosenanzüge für Frauen haben inzwischen zumindest in den allermeisten Bereichen unserer Gesellschaft Einzug gehalten und werden in den verschiedensten Formen und Farben angeboten. Es gibt kaum Unternehmen, deren Dresscode Frauen das Tragen von angemessenen Hosen untersagt. Auch in der Alltagskleidung finden sich Hosen für Frauen in großer Anzahl. Allerdings lässt sich feststellen, das diese allerdings zum Teil enger geschnitten sind, mit Accessoires verziert wurden, oder auch in Form von Hotpants getragen werden. Dies ist in gewissem Maße wieder ein Weg hin zur markierten Geschlechtlichkeit. Trotzdem haben Hosen den Status der Männerkleidung inzwischen verloren, sie sind ein quasi neutrales Kleidungsstück.

Gesellschaftliche Einordnung von weiblicher Kleidung an Männern

Kleider und Röcke haben dennoch nichts von ihrer Symbolik verloren. Das Tragen dieser Kleidungsstücke ist in unserem Kulturkreis weiterhin ausschließlich Frauen vorbehalten. Dieser gesellschaftlichen Konvention gegenüber stehen nur wenige Ausnahmen, in denen Röcke oder Kleider an Männern als normal angesehen werden.
Zum einen nutzen Männer, die sich als Frauen (ver-)kleiden, hierfür jede Symbole, die eindeutig mit Weiblichkeit verbunden werden. Hierzu gehören vor allem Make-up und solche Kleidung, die exklusiv dem weiblichen Erscheinungsbild zugeordnet werden. Hierfür eignen sich insbesondere Röcke. Dies jedoch zeigt, dass Transvestiten nicht gegen die gesellschaftliche Vorstellung von Männern in Hosen agieren. Im Gegenteil, durch das Verkörpern von Weiblichkeit mit Hilfe von Röcken oder Kleidern manifestiert sich dies als Distinktionsmerkmal zusätzlich.
Des Weiteren finden sich Männerröcke in traditionellen Trachten, am bekanntesten hierbei sind wohl die schottischen Kilts. Diese sind, wie viele andere Trachten, jedoch nicht in der Alltagskleidung anzutreffen.
Dennoch gibt es unter anderem in Deutschland Männer, die aus verschiedensten Gründen eine Vorliebe für das Tragen von Röcken haben. Einige heben die Bequemlichkeit hervor, andere möchten damit ein Zeichen setzen oder ihre Individualität unterstreichen. Das Online-Forum Rockmode.de bietet eine Plattform, über die sich männliche Rockträger über verfügbare Röcke, aktuelle Mode, aber auch über Erfahrungen beim Tragen von Röcken austauschen können. Die Erfahrungsberichte der Rockträger zeigen gut, wie die Reaktionen auf Männer in Röcken in der Alltagswelt darstellen. Hier lassen sich außerdem viele Unter-suchungen machen, welche mikrosoziologischen Hintergründe bei diesem Phänomen bestehen. Einige Zitate der User beleuchten insbesondere negative Reaktionen von Mitmenschen auf ihr Erscheinungsbild:

Ich ernte aber auch oft ‚leicht befremdliche’ Blicke, zumeist von den älteren Herrschaften. Da kannst du das ‚Sowas trägt ein Mann doch nicht’ schon sehr deutlich auf der Stirn lesen. Die Fragestellung, in welche sexuelle Richtung ich nun eingeordnet gehöre (TYPISCH DEUTSCHES SCHUBLADENDENKEN!), beantwortet oftmals die Anwesenheit meiner Frau. (Herr Vater)

Kurz bevor ich den Tresen erreicht hatte, platzte die Dame, um die 40J, Jeans, T-Shirt, willenloser Kurzhaarschnitt, heraus:
‚das geht ja gar nicht!’
Unwillkürlich drehte ich mich um zu sehen, was oder wen sie meint…
Aber sie meinte mich und bekräftigte ‚dass ein Mann einen Rock trägt, geht gar nicht. (cephalus)

Gestern kam mir abends eine eigentlich gut gelaunte Gruppe von jungen Leuten entgegen, vermutlich auf dem Weg zur S-Bahn. Einer hat mich befremdet gemustert und als ich an den meisten vorbei war, hörte ich eine männliche Stimme, die erst laut ‚warte mal’ sagte, dann irgendetwas mit ‚schwul’ und dann rief sie laut hinter mir her ‚Zieh den Rock aus, du V***! (Rockmusiker)

Diese drei aus dem Forum entnommenen Zitate stehen exemplarisch für negative und beleidigende Reaktionen auf Männer, die in der Öffentlichkeit Rock tragen. Einerseits wird von den Passanten hierbei, zum Teil vorwurfsvoll, darauf hingewiesen, dass diese Art der Kleidung nicht gesellschaftskonform sei. Dabei tritt insbesondere die Fokussierung auf traditionale Rollenbilder zu Tage, nach denen Röcke als eindeutiges Merkmal für Weiblichkeit stehen.
Beleidigungen, wie im Zitat des Users Rockmusiker zu lesen, dagegen zeugen einerseits vom Versuch, sich als Teil der Ingroup, die „normal“ ist und Hosen trägt, einzuordnen. Andererseits zeigt sich auch die Unsicherheit, wie ein Mann im Rock denn nun einzuordnen sei. Hierbei wird, wie auch in anderen Berichten innerhalb des Forums oft zu lesen, den Rockträgern Homosexualität unterstellt.
Neben diesen eher negativen Erfahrungsberichten schreiben zahlreiche User allerdings auch von positiven Begegnungen in der Öffentlichkeit:

Ein Schaffner, der gleichzeitig mit mir aus dem Zug gestiegen war, stand eine Weile und starrte mich diskret an. Dann kam auf mich zu:
‚Du bist nicht Schotte’, sagte er, halb fragend, halb feststellend und lächelte.
‚Nein, bin ich nicht’.
‚Das dachte ich ja auch. Aber es ist wirklich selten, dass man einen Kilt sieht. Ich möchte dir aber gerne sagen, dass ich ihn sehr schön finde, und dass er dir gut steht. (GregorM)

Ich laufe die Aachener Straße entlang, als eine Radfahrerin neben mir anhält und sagt: ‚Darf ich Ihnen mal eine indiskrete Frage stellen?’
Ich dachte (habs aber nicht ausgesprochen), jetzt kommt die Frage, was ich drunter trage …. aber nein: ‚Ich finds cool, daß Sie einen Rock tragen. Machen Sie das aus religiösen Gründen oder weil Sie gerne Frauensachen tragen?’
Ich habe ihr dann erkärt, daß weder das eine noch das andere zutrifft, sondern daß ich einfach Spaß daran habe und daß ich Röcke nicht per se als Frauensachen betrachte. (Lars)

Hier zeigt sich, dass auch viele Menschen positiv überrascht von männlichen Rockträgern sind. Es wird aber auch deutlich, dass insbesondere die Frage nach dem „Warum?“ im Vordergrund steht. Erwartet werden von den Gesprächspartnern entweder ein kulturelles („Du bist nicht Schotte“), religiöses oder im weitesten Sinne sexuelles („…oder weil Sie gerne Frauensachen tragen?“) Motiv.
Zusammenfassend lässt sich auch aus der geringen Zahl zitierter Erfahrungsberichte der Schluss ziehen, dass in der breiten Öffentlichkeit das Tragen von Männerröcken auf große Verwunderung stößt, wenn nicht sogar teilweise auf offen bekundete Ablehnung.
Doch wie lässt sich dieses Phänomen, also einerseits der Wunsch, einen Rock zu tragen, aber vor allem andererseits die gesellschaftlichen Reaktionen darauf, im soziologischen Kontext einordnen?

Bedeutung der Erkenntnisse im Kontext der aktuellen Forschung

Am deutlichsten lassen sich die Ergebnisse einordnen, betrachtet man den momentanen Stand im Fachbereich der Männerforschung, einem Teilgebiet der Genderforschung.
Die Fachrichtung beschäftigt sich, eng mit der feministischen Forschung verbunden, mit der Rolle von Männern im mehr und mehr gleichberechtigten Verhältnis von Frau und Mann. Sie fokussiert sich insbesondere auf die Veränderung männlicher Lebensweisen in der momentanen Gesellschaft und auf die Möglichkeiten von Männern, sich in der heutigen Lebenswelt auszudrücken und zu identifizieren. Es sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass hierbei in einigen Fällen auch darauf abgezielt wird, die männliche Hegemonie aufrechtzuerhalten beziehungsweise wiederherzustellen.
Dennoch ist es die Männerforschung ein berechtigter Forschungszweig, um heraus-zufinden, auf welche Identitäten sich Männer im Zuge einer sich annähernden Gleichberechtigung der Geschlechter berufen werden. Frühere Alleinstellungsmerkmale des Mannes wie unmarkierte Geschlechtlichkeit, Familienunterhalt oder auch die Verkörperung von Stärke und Entscheidungsgewalt wurden und werden von Frauen zunehmend gleichberechtigt beansprucht und verlieren damit ihren männlichen Symbolcharakter.
Das Tragen von Röcken ermöglicht in diesem Kontext, sich bewusst ein Stück weit von den sozial konstruierten Differenzen zwischen Frau und Mann zu distanzieren. Es wird hervorgehoben, dass ein Mann auch ohne explizit männliche Symbolik ein authentisches Selbstbewusstsein zeigen kann. Damit wird Geschlechtlichkeit gewissermaßen dekonstruiert, der Mann identifiziert sich so primär als Mensch.

Etablierung von Röcken und Kleidern für Männer als Fortschritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern

Wie ich bereits gezeigt habe, gibt es vielfältige Reaktionen auf Männer, die in der Öffentlichkeit einen Rock tragen. Die wohl einprägsamste stammt meiner Meinung nach aus dem in ersten Teil zitierten Blogeintrag: „Sie beleidigen Frauen!”.
Diese Aussage zeigt eindrucksvoll, welche Probleme und Missverständnisse auftreten können, sobald ein Mann ohne für Außenstehende ersichtlichen Grund einen Rock trägt. Doch diese Wahl der Kleidung sollte nicht als Beleidigung gegenüber dem weiblichen Geschlecht gesehen werden. Vielmehr sehe ich in ihr einen Weg, immer noch bestehende Geschlechterungleichheiten zu vermindern.
So wie die gesellschaftliche Legitimation von Damenhosen als Teil einer Dekon-struktion von geschlechterspezifischen Kleidernormen gesehen wird, so trüge auch eine breite gesellschaftliche Akzeptanz von Männerröcken dazu bei. Während bei ersterem die Männer eine passive, allenfalls akzeptierende Rolle gespielt haben, so wäre eine weiter verbreitete Zustimmung und Benutzung von Männerröcken ein aktiver Beitrag der Männer zur Verminderung immer noch bestehender Defizite bei der Gleichberechtigung der Geschlechter.
In dieser Hinsicht zuversichtlich stimmt der Trend, dass immer mehr Bekleidungsgeschäfte und Online-Warenhäuser Röcke speziell für Männer in ihrem Sortiment führen. Auch die Präsenz von Röcken in verschiedenen sozialen Gruppen, wenn auch meist in Form einer Tracht oder als eine Art gruppenspezifischer Kostüme nimmt weiter zu. Zu diesen Gruppen zählen beispielsweise Mittelaltergruppen, Mitglieder aus der Metal-Szene oder Teile der Schwarzen Szene.
Des weiteren bemerkenswert ist eine Protestaktion schwedischer Bahnmitarbeiter, über welche im Juni 2013 in den Medien berichtet wurde. Nachdem die Bahngesellschaft Arriva ihren Mitarbeiten das Tragen kurzer Hosen untersagte, entschlossen sich mehrere Lokführer, stattdessen Röcke zu tragen. Auch wenn dies als, letztendlich erfolgreiche, Protestaktion zu bewerten ist, so zeigt sich doch, dass eine Gleichberechtigung der Geschlechter bezüglich dem Tragen von Röcken langsam aber sicher Einzug in den gesellschaftlichen Diskurs hält.

Abschießend lässt sich sagen, dass Männer in Röcken noch immer eine absolute Seltenheit darstellen und ihnen dementsprechend auch noch oft mit deutlichem Misstrauen entgegengekommen wird. Dennoch zeigen sowohl die oben zitierten positiven Erfahrungsberichte der Rockträger, als auch die Fortschritte in der Modebranche, dass Schritt für Schritt mehr Akzeptanz für männliche Rockträger entsteht.

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Quellenverzeichnis

  • Prattes, Ulrike: Junge Männer und Feminismus : Ein Sozialanthropologischer Blick Auf Männlichkeitskonstruktionen Im
    Kontext Österreichs. Berlin: Springer DE, 2011
  • Spiegel Online: Luftiger Protest in Stockholm : Lokführer tragen Rock im Dienst, 10.06.2013, (Link, abgerufen am 15.09.2013)
  • Gugutzer, Robert: Soziologie des Körpers. 4. Aufl.. Bielefeld: transcript Verlag, 2004
  • Villa, Paula-Irene: Sexy Bodies. Berlin: Springer DE, 2011
  • Theunert, Markus: Männerpolitik : Was Jungen, Männer und Väter stark macht. 2012. Aufl.. Wiesbaden: VS Verlag für
    Sozialwissenschaften, 2012
  • Vinken, Barbara: Frau als Mann als Frau: Mode als cross-dressing, in Freiburger Frauenstudien, 1/1999
  • Online-Forum Rockmode.de (abgerufen am 12.09.2013)
  • Stein-Hilbers, Marlene: Männer und Männlichkeit in der neueren sozialwissenschaftlichen Diskussion, in Psychologie und
    Gesellschaftskritik 18, 1994
  • Marschik, Matthias; Dorer, Johanna: Kritische Männerforschung: Entstehung, Verhältnis zur feministischen Forschung, Kritik, in SWS-Rundschau 41, 2001
  • Villa, Paula-Irene; Meili, Barbara; Graf, Iris: Die „Frau“ oder den „Mann“ gibt es realiter überhaupt nicht, in Soz:Mag : das Soziologie-Magazin 8/2005
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    Diskussion auf Rockmode.de über diesen Text

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    Samuel Muth: Blog | Twitter

    21 Gedanken zu “Gastbeitrag: „Röcke und Kleider für Männer – Ein gesellschaftliches Tabu“

    1. Soziologe ist ein langweiliger Beruf, man analysiert konstruierte Zusammenhänge, anstatt sie infrage zu stellen. Das ist der Hauptunterschied zwischen einem Philosophen und einem Soziologen.

      Der Unterschied zwischen Männer- und Frauenröcken besteht in erster Linie in der Abteilung, wo sie zu finden sind, evtl. in der Passform und zuletzt im Preis.

      Midas Clothing ist interessant, Hiatus und sicherlich die zahlreichen Kiltmanufakturen und -anbieter in Amiland, welche auch recht günstig sein können.

    2. Ich hab früher oft Rock getragen, immer ganz normale Röcke, keine speziellen Männerröcke. Ist sehr bequem und praktisch. Leider muss man es mögen mit seinen Mitmenschen über seine Kleidung zu reden. Das war mir auf Dauer zu anstrengend…

    3. Vielleicht liegt es einfach daran, dass mehr Frauen- als Männeremanzipation stattgefunden hat.

      Eine Parallele zum Männerrock: Ich bin auf dem Dorf in einer katholischen Familie aufgewachsen. In der Kirche sitzen die Frauen links, die Männer rechts, das war einfach eine Tradition, die keinen Grund mehr hatte. Was die Abweichler angeht, sitzen oft Frauen auf der Männerseite, umgekehrt kommt es praktisch nicht vor. (Ausnahme: Erstkommunion. Da saßen die Familien der Mädchen auf der Mädchenseite und die Familien der Buben auf der Bubenseite.)

    4. Schaut sich doch einer mal in Schottland um, dort sind Röcke (als Kilt) gesellschaftlich total in Ordnung und werden sogar als Mode für festlichen Anlass beispielsweise auf Hochzeiten getragen 🙂

      • Nicht „sogar,“ sondern ausschließlich. Die meisten Kilts werden jedoch in den USA produziert und getragen, auch von Nicht-Schotten.

        • Kilts sind heute Teil einer Tracht und waren ursprünglich eine Alltagskleidung. Wenn man zum Rocktragen keine Vagina benötigt, warum sollte man dann dem schottischen Trachtenverein angehören müssen, um eine Kilt tragen zu können? Außerdem gibt es auch „moderne“ Kiltvarianten gemäß der Merriam Webster Definition, die die Bezeichnung Kilt vollständig verklärt.

          Jedoch beschränkt der alleinige Fokus auf den Kilt das Denken und die eignen Möglichkeiten des Rockens.

    5. Ich bin ein Mann. Deshalb trage ich auch zwischendurch einen Rock, wie jetzt gerade. Einen dunkelblauen Jeansjupe mit dicken schwarzen Strumpfhosen und Schaftstiefeln in Gr.44. Warum? Weil es bequem ist und mir Spass macht. Genau aus den selben Gründen es Frauen tragen. Weil es bequem ist und Spass macht. Ich besitze auch einen Utilitykilt in schwarz. Ich habe mir die Freiheit genommen selber zu entscheiden was ich heute tragen möchte. Weiblich fühle ich mich dadurch keineswegs. Nein, ich emanzipiere mich. Oder war es das Wort mit der Gleichberechtigung?

      Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit sprach mich eine Frau an die mich schon eine Weie in der Strassenbahn gemustert hatte. „Sie tragen Rock und Strumpfhose, haben Sie nicht kalt?“ Nein, ich habe wärmer als wenn ich eine Jeans trage, gab ich zur Antwort. Wir sprachen dann noch etwas über das wie und warum. Sie unterstützte dann mit einem Kopfnicken meine Weltanschauung. „Schliesslich wollen wir Frauen ja auch uns verwirklichen“ kam aus ihr raus. Genau das ist es doch! Das was wir heute tun „können“ ist die Folge der Weiterentwicklung der Zivilisation. Wenn also Aussagen wie: Ein Mann hat keinen Rock zu tragen ausgesprochen wird, dann ist das engstirnig und blendet auch die Vergangenheit um 1780 als wir Männer noch Röcke trugen völlig aus. Wir unterscheiden uns doch noch immer, denn ich würde nie ein rosarotes Kleid oder Rock mit Blumendesign und Rüschchen tragen. Darum ist es anders, wenn ein Mann einen Rock trägt. Wir unterscheiden uns dadurch genau. Und bleiben trotzdem ein Mann mit den Attributen die uns dadurch auszeichnen.

      • Ich trage Latexkleider(selbst designte, mit Tellerrock-Style), Maxi Stufenröcke, Plateaustiefel usw. Ich trage alles, was mir gefällt. Rosa ist meine Lieblingsfarbe. Ich bin ein Mann und ich hatte bisher immer sehr schöne Freundinnen. Ich habe mich allerdings dazu entschlossen, Single zu bleiben. Ich finde einfach kein weibliches Wesen, mit der es wert wäre, eine Beziehung einzugehen. Ich bin mir auch bewußt, warum das so ist:

        Feminismus:
        Rockefeller-Stiftung & CIA haben die Frauenbewegung initiiert um die Familie zu zerstören

        Auszug:
        Nicholas Rockefeller sagte dazu folgendes: “Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle weil die Frauen arbeiten gehen. Ausserdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.”

        Der Feminismus maskiert sich als Bewegung für die Frauenrechte. In der Realität ist der Feminismus aber gegen die Frauen gerichtet, eine grausame Lüge, in dem ihnen erzählt wird, ihre natürlichen biologischen Instinkte sind „konstruiert“ worden um sie zu unterdrücken.

        …und die Tusen raffen es nicht!

        Ich habe bisher, was meine Rock- und Kleidmode angeht sehr ivel positive Dinge erlebt, mit anderen Mädchen/Damen.

        Das heftigste, was mir je passierte, war eine superhübsche Blondine, die mir in einer Disco von hinten in meinen tiefen Rückenausschnitts meines orangenen Latex Minikleides ihren Sekt hineinschüttete. Ich drehte mich um und sie starrte mich derart sexistisch an, wie ich es noch nicht gesehen habe. Sie „entschuldigte“ sich und fragte, wie wir die Sauerei nun am geschicktesten wegbekämen. Drei Stunden später lage ich mit ihr im Bett und wir hatten, wenn ich das hier mal so sagen darf, einen derart hemmungslosen Sex, wie ich ihn selten erlebte.

        Das war wirklich eine Ausnamhe. Aber generell habe ich viel mehr Mädels mir Latexkleid- und Stiefeloutfit kennengelernt, als mit schnödem Jeans&Muscleshirt Outfit.

        Wenn mich ein Girl als Transvestit ansieht, weil ich ein Kleid trage, dann erwidere ich dieser Hosenträgerin, daß ich tolerant eingestellt bin und nichts gegen Transvestitinnen habe.

        CU Folks

      • Den sehr langen Beitrag des Autors kann ich nicht ganz bestätigen. Ich trage als 55-jähriger mann schon 10 jahre Röcke outdoor. Es gab immer einmal befremdete Blicke, aber die Mehrzahl meiner Erfahrungen waren eher positiv. Dazu könnte ich viele, viele Beispiele anfüren, doch dann würde ein ebenso langer Beitrag, wie dessen vom Autor folgen. Lange Jeansröcke jedenfalls sind auch beim Mann nicht soooo abartig – ich meine durchaus tragbar. LG

    6. Ich bin ein lesbische Gay, d.h. ich stehe auf Frauen und ziehe mir auch zu gern weibischen Fummel wie kurze Minis an.
      Ich liebe es in meinem Lederröckchen einkaufen zu gehen und mich den neidischen Blicken von netten süßen Frauen ausgesetzt zu sein.
      L.G.

      E-Mail-Adresse entfernt. Mein Blog ist keine Vermittlungsagentur

    7. Zitat : … Sie beleidigen Frauen, wenn Mann im Rock oder Kleid spazieren geht ? Und die Frauen beleidigen Männer, wenn sie in Hosen gehen … ?!
      Ich ( Mann 57 ) trage oft einen langen Jeansrock beim Einkaufen oder beim Bummeln durch die Stadt. Dass ich eine Frau beleidigt hatte, habe ich zu keinster Weise gefühlt.
      Die Reaktionen waren er positiv. Machos sind eigentlich Feiglinge. Fühlen sich wohl in ihren schmutzigen Jeans …

    8. Klar ! Es gibt „Frauenhosen“ und „Männerhosen“ und so ist es auch mit dem Rock nichts anderes. Doch in dieser Gesellschaft sind noch sehr, sehr viele Menschen „verklemmt“. Wenn man sich an den Ablick, ein Mann im Rock, gewöhnt hat, wird man feststellen, wie gut manche Männer im Rock aussehen. Wie bei der Hose gilt : nicht zu bunt und nicht zu schrill !!! Ich habe in meinem langen Jeansrock ( braun, schwarz und dunkelblau ) sehr gute Erfahrung machen dürfen. Natürlich schauen dich einige neugierige Augen an. Das war es aber auch schon. Relativ oft wurde ich von Frauen auf meinem Outfit angesprochen und bemerkte, wie begeistert sie waren : “ Endlich traut sich ‚mal einer … “ oder : “ Der Rock ist der Hammer – Ganz toll, ganz schick ! “ u.s.w. LG

    9. Hallo zusammen, also ich habe schon Angefangen mit 6 Jahren heimlich die Röcke meiner Tante anzuziehen. Sie hatte immer so schöne Lange und Urig Weite Röcke. Oftmals wenn ich mal kurz allein zu Hause war, es war leider ziemlich selten, da schlich ich mich zur Wohnstube meines Onkels und Tante. Wenn ich mal da und jemand von beiden anwesend war, habe ich gesehen, wie und wo meine Tante Ihre Kleidung ablegte. Sie hatte ihre Röcke immer über die Eine Sessellehne fein und Fürsorglich abgelegt, dass einem sich der Gedanke aufdrängen musste, dass die Trägerin eine ganz besondere Beziehung zu Ihrer Kleidung haben musste. Ich merkte mir die Ablageart von meiner Tante Ganz genau um den Rock wieder so zu Platzieren wie ich ihn heruntergenommen hatte. Das tat ich dann auch. Zuerst tat ich so, als wäre ich ein Mädchen was so so schön in ihrem Rock Spazieren geht und so Weiter. Irgendwann bemerkte ich aber, das so ein Rock doch ne ziemlich Angenehme Sache ist, besonders an sehr warmen Tagen. Also machte ich das dann so weiter, bis der Zeitpunkt da war, wo wir dann umzogen. Da war Plan B der Kleiderschrank meiner Mutter wo ich gleichermaßen vorgegangen war um nicht Aufzufliegen. Die Jahre vergingen und ich war in der 5ten Klasse angekommen. Tag 1 war der Horror für mich. Ich hatte eine Mathe und Physiklehrerin die eigentlich NUR Röcke getragen hatte. Ihre Röcke waren immer so Schön und an Ihrem Körper so Irre Sexy dass ich nur noch eines im Kopf hatte, Nach Hause kommen und über den Kleiderschrank meiner Mutter herfallen. Für etwas anderes hatte ich keinen Sinn mehr. Es war und ist so schön, einen Weiten Flatterrock zu Tragen, dass mein Sinn einen Rock zu Tragen sich in meinen Ganzen Alltag eingelassen hatte und somit habe ich leider auch einen Großtei meines Unterrichtes „Verpennt“. Eines Tages aber Fragte mich meine Mutter, ob ich zufällig was in ihrem Kleiderschrank gesucht habe…??? Mir Zitterten schon die Hände aber ich sagte irgendetwas und meine Mutter war dem Anschein nach damit Vorläufig zu Frieden. Irgendwann einmal habe ich einen Rock gefunden, so blöd sich dass anhört aber das ist so gewesen. Ich nahm ihn natürlich mit nach Hause und versteckte ihn in meinem Klamottenschrank. Das Gleiche passierte mir dann noch ca. 3 mal und meine Mutter sagte zu mir, ich solle mal zu meinem Vater gehen und mit Ihm darüber sprechen. Meine Mutter „Drohte“ an mit mir zu nem Pychologen zu Fahren um dem auf den Grund zu gehen. Für mich war das in dem Alter eine Klare Drohung. Dabei schätzte ich meine Mutter immer als so „Weltoffen“ ein, dass dies wohl ein sehr kleines Übel sein musste, mit dem sie Klarzukommen hätte. Dann, einige Jahre Später Kaufte ich mir meine ersten eigenen Röcke und meine Mutter fand sie bis Spät hinein und mir der Kragen geplatzt ist und ihr sagte, dass dies wohl mein Leben und mein Körper ist, ich auch somit selbst bestimmen kann, in was ich meinen Körper Hülle. Auch wenn bis Heute manchmal so komische Spitzen kommen, sie scheint sich damit abgefunden zu haben.Heute bin ich 42 Jahre alt und Trage immernoch Fleißig Röcke und wenn sie noch so Feminin zu Wirken scheinen. Mir gefällts, Ich finde es gut und wer denkt dadurch mit mir ein Problem zu haben hats in wirklichkeit selbst und kann sich zum Teufel schren. Auch habe ich angefangen, mich WIssenschaftlich mit dem Thema Auseinanderzusetzen und siehe da, an den Etiketten sieht man doch schon, was einem die Modeindustrie für einen Streich spielt..? Warum muss man auf die Etiketten der Röcke noch „Damenrock“ , „Mädchenrock etc. …“ Draufschreiben (Drucken) wenn doch dem Rock als solches eh die Weibliche Rolle zugeschrieben wird????? Aus der Modegeschichte gesehen ist der Rock, so wie wwir ihn heute kennen, noch nie ein Kleidungsstück für Frauen gewesen sondern eher eins der Männer. Oder Warum liegen die Geschlechtsorgane des Mannes Außen??? Der Rock ist nicht Zufällig entstanden, ist ja in fast allen Formen eúnd Designs ein Männerrock und hängt nur in der Falschen Abteilung. Es gibt da ein Sprichwort:“Akzeptanz schafft Toleranz und Toleranz schafft Akzeptanz“ .

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