Micina.

Viel macht so eine Katze ja nicht. Fressen, Kacken, Schlafen, sich streicheln lassen, sich nichts sagen lassen. Manche spielt oder jagt Vögel und Mäuse.

Micina macht gar nichts mehr.
Sie ist heute gestorben.

Eigentlich hieß sie Micina Kuranyi, weil Herr Übermir fand, daß sie wegen des schwarzen Flecks unter ihrer Schnauze Ähnlichkeit mit dem Fußballspieler vornamens Kevin hatte. Der war 2003, als sie geboren wurde, Nationalspieler. Voraus hatte sie ihm, mit ihren Vorderpfoten sehr geschickt Leckerli zu greifen.

Bei den Übermirs lebte sie acht Jahre mit einer Katze zusammen, mit der sie sich nie recht verstand. Als die Auseinandersetzungen eskalierten, kam sie vor zweieinhalb Jahren zu mir und half mir nach einer schweren Zeit mich zu strukturieren.
Wir gewöhnten uns recht schnell aneinander. Als aus der Wohnung eine WG wurde, nahm sie es klaglos zur Kenntnis. Wie sie eigentlich nur meckerte, wenn die Schüssel leer war. Das war sie in ihren Augen meistens.
Den Hungertod ist sie nicht gestorben.

Adieu, Madame Micina!

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3 Gedanken zu “Micina.

  1. Tut mir leid. Mein Beileid. Schön ist, dass sie ein schönes Leben hatte. Nun auf zum nächsten Katzenleben, oder wo immer sie sich wohlfühlen mag.

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