Netzgebilde

Die wöchentliche Umschau zu Erziehung, Pädagogik und Bildung

Es läuft noch etwas stockend hier im neuen Jahr. Ich bin mit der Rubrik noch nicht so recht warm geworden, obwohl sie mir wichtig ist. Ich sammle sehr viel, aber mir fehlt die innere Struktur, sie in einen für mich passenden Rahmen zu stecken.

NGB1501-04bw

Freispiel
Es wird zunehmend schwieriger, Kinder in Tageseinrichtungen so zu erziehen, dass sich nicht als mindestens als ausgebildete Grundschüler*innen eingeschult werden. Ihren Doppelvornamen sollten sie mindestens unfallfrei schreiben können, rechnen auch, und die Fremdsprache ist eh obligatorisch. Wie wichtig freies Spiel und die damit die Persönlichkeitsbildung sind, wird gerne unterschlagen.
Mirka von Lilienthal besuchte eine Erzieherin, die seit 40 Jahren im Beruf, immer noch nicht müde ist und Kindern auf Augenhöhe begegnet. Ich habe das Glück mit einer eigentlich schon pensionierten Kollegin zu arbeiten, die so viel weiß, sehr viel Herzenswärme hat und uns als neue Einrichtung mit Rat und zur Seite zu steht. (Eigentlich macht sie das auch, weil sie nach über 40 Berufsjahren nicht von ihrer Rente leben kann, aber das ist ein anderes Thema.)

Wahlkampf
In Hamburg wird am Sonntag gewählt. Erzieher*innen, Eltern und Kinder statteten dem Ersten Bürgermeister Olaf Schulz einen Besuch ab, um ihrer Forderung nach besserer personeller Besetzung Nachdruck zu verleihen. Auf Demonstrationen mit Kindern stehe ich nicht, weil Kinder für etwas instrumentalisiert werden, was sie so nicht abschätzen können. Es schaut nett aus und macht Eindruck, aber solche Kundgebungen sind Sachen der Erzieher*innen und Eltern.

Tod
Wie bringt man Kindern den Tod naher Angehöriger näher?
Zwei Mütter, Rosas Welt und Frl. Null Zwo, nähern sich dem traurigen wie unangenehmen Thema an. Ich versuchte mich ebenfalls daran.

Impfen
Vielleicht liegt es am ausgehenden Winter, der im Februar beginnt, lästig zu werden, dass das Impfen wieder hitzig diskutiert wird. Eltern bekriegen sich untereinander, und unter uns Erzieher*innen wird das Thema auch hitzig diskutiert. Die Grippeimpfung kann man in meinen Augen noch auslassen, aber wer Kinder hat, handelt grob fahrlässig, wenn er die Standardimpfungen aus ideologischen Gründen auslässt. Deshalb gibt es hier nur Texte, die Impfungen befürworten. (Impfgegner brauchen sich gar nicht erst die Mühe machen, hier zu kommentieren. Ich schalte den Unsinn nicht frei.)
David Schumacher zeichnet in nido die Geschichte einer Familie nach, die zwei Kinder durch Masern verlor. Wem das noch nicht reicht, darf sich die Kommentare durchlesen. In Berlin schlägt man sich mit einer Rekordzahl an Masern Erkrankter rum. Daniel Lingenhöhl in den Masern die unnötige Rückkehr einer Krankheit. Der Kinderdok gibt noch Impfempfehlungen ab, die eher als Befehle zu verstehen sind. Schockfaktor besuchte Impfgegner im Internet. Dagegen hilft nur das Impfkritiker-Bullshitbingo!

Zum Schluss
Eine Maus wehrt sich dagegen, wie ihre Vorfahren in der Regensburger Minoritenkirche Orgelmaus zu werden..

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2 Gedanken zu “Netzgebilde

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