Keine Helden

937. Tatort: Das Haus am Ende der Straße (Steier/HR)

Poller und Steier: (Ex-Polizisten unter sich (Bild: Bettina Müller/ARD-Degeto)

Poller und Steier: (Ex-)Polizisten unter sich (Bild: Bettina Müller/ARD-Degeto)

Zwei gescheiterte Polizisten buhlen um das Schicksal eines Einbrechertrios und ihrer Definition von Recht und Gerechtigkeit. Steier gerät bei dem Versuch, den Ex-Polizisten Poller aus den Fängen der jungen Verbrecher zu befreien, in dessen Fänge. Daraus entwickelt sich ein Kammerspiel im idyllisch gelegenen Haus am Ende der Straße. Joachim Król und Armin Rohde laufen in dem Duell, das keinen Sieger haben kann, zur Hochform auf. Das Ende der Welt in Frankfurt-Nied.

Fällt es anfangs schwer, die verschiedenen Erzählebenen einzuordnen, entwickelt sich der Film nach einer halben Stunde zu einem Psychogramm zweier Männer, die nur noch „Held in ihrem eigenen Film“ sein wollen. Der Soundtrack (Chet Backer, während sich die Frau des Verbrechertrios Heroin spritzt) rundet den Film ab. Kritikwürdig ist die Männerlastigkeit; es gibt nicht eine tragende Frauenrolle. Und natürlich vermisst man dabei Frank Steiers Ex-Partnerin Conny Mey, die den Haufen frustrierter und zu allem entschlossener Männer ordentlich aufgemischt hätte.

Trotz der Abstriche ist der Abschied des Kommissars stark. Nicht nur er braucht danach einen guten Vodka zur Beruhigung. (8,5/10)

Meinungen: Les Flâneurs, Der Wahlberliner, Liebes Tagebuch, Wie war der Tatort?, Tatort-Forum

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Ein Gedanke zu “Keine Helden

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