Le petit enfant

Der Tod von Jeanne Moreau vor über zehn Tagen nahm ich anfangs wahr, aber nicht mehr als andere Nachrichten. Erst als sie das DLF-Kulturmagazin Corso das „Schlusswort“ (ab 23:44) sprechen ließ, wurde ich hellhörig. Das erste Zitat sprach sie nicht, sie sang es! Und – Zack! – wurde ich in meine Kindheit versetzt!

Eine Erweckung nach Jahrzehnten!
Meine frankophile Mutter legte die Platte, auf der das Lied ist, gerne auf, als mein Vater noch lebte, und es im Wohnzimmer noch eine Stereoanlage gab. Ich verstand nix, aber das Lied gefiel mir. Es war wohl der erste Ohrwurm, mit dem ich konfrontiert wurde, ohne zu wissen, was das ist. Anfangs wusste ich nicht mal, in welcher Sprache die Unbekannte sang. Es war irgendein Kauderwelsch. Später wusste ich wenigstens, dass Französisch gesungen wurde, wenn auch weder von Mireille Mathieu noch von Edith Piaf.
Ich vergaß das Lied wieder. Womöglich wurde das Lied im Elternhaus weniger abgespielt, oder es berührte mich nicht mehr – ich weiß es nicht.
In den weiteren 40 Jahren ploppte in sehr unregelmäßigen Abständen der Ohrwurm in mir auf, aber es war nur eine Melodie. Das Unterbewusstsein macht ja ganz gerne Dinge mit einem. Text gab es nicht, denn mein Französisch bewegt sich bis heute auf dem Niveau des Möchtegern-Weltmanns Karl-Heinz Rummenigge. Statt als dritte Fremdsprache Französisch zu lernen, zog ich Russisch vor, um den Fängen meiner Mutter zu entgehen. (Es gelang mir nur bedingt, aber das ist eine andere Geschichte.) Ich bin jedenfalls bis heute beeindruckt, wie sie telefonisch eine Dame oder Herrn in einem Hotel in Neuchâtel wegen einer falschen Reservierung auf Französisch zur Schnecke machte!

Nun also die Erweckung nach Jahrzehnten!
Da ich nicht wusste, was Jeanne Moreau sang, ich meine Mutter aus verschiedenen Gründen nicht fragen konnte (das passt in die oben erwähnte andere Geschichte), musste ich also das Internet (ein Hoch darauf!) bemühen, um herauszufinden, was sie sang. Ich klickte mich durch viele Videos, bis ich sicher war, den richtigen Refrain bzw. das passende Lied gefunden zu haben. Über den Umweg Vanessa Paradis…

Sie sang »Le Tourbillon De La Vie« im Rahmen der Verleihung des Ehren-César an Jeanne Moreau, die davon offenbar ernsthaft beeindruckt war und mitsang. Für mich schloss sich damit ein Kreis, weil ich als Jugendlicher unheimlich in Vannessa Paradis verknallt war, als sie mit dünner Stimme »Joe Le Taxi« besang. (Und später war ich ein wenig eifersüchtig auf Johnny Depp.)
Dass nahezu jede aufstrebende französische Sängerin das Chanson sang, erfuhr ich ich erst durch die Recherche. Aber das sind Fakten, hier geht’s um Erinnerungen und Emotionen!
Aber ich habe den ersten Ohrwurm meines Lebens gefunden! Und ich bin sehr glüklich.

Dass Jeanne Moreau nicht ganz unbedeutend war, war selbst mir Ignoranten nicht ganz entgangen. Aber ich habe mich nie mit ihr beschäftigt und das Interview, das sie dem SZ-Magazin gegeben hat, natürlich erst nach ihrem Tod gelesen. Dass sie DAS Lied in einem Film von François Truffaut, dessen Tod meiner Erinnerung nach am heimischen Küchentisch betrauert wurde, sang, habe ich nun zur Kenntnis genommen.
Ich nehme den Tod von Jeanne Moreau zum Anlass, mich sowohl mit ihrem als auch mit seinem Werk etwas näher zu beschäftigen. Und mit meiner Vergangenheit in den vergangenen 40 Jahren.

»Le Tourbillon De La Vie« im Original und in der Übersetzung

(Bild: bswise/Flickr; vermutlich Screenshot)

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#35 Dream

Mit den für Erwachsene wichtigen Ereignissen, sofern sie nicht das familiäre Leben beeinflussen, hat man als Kind nur sehr wenig, fast gar nichts zu tun, selbst wenn sie Thema beim Abendessen, wenn alle für einen überschaubaren Zeitraum zusammengekommen, sind. Im Zweifelsfall wird über etwas geredet, wovon man als Heranwachsender nur sehr wenig versteht, meistens gar nichts. Nachfragen, die sich zwischen Neugier und Unverständnis bewegen, können nur selten zufriedenstellend beantwortet werden.
Ob über die Ermordung John Lennons bei uns geredet wurde, weiß ich nicht. Erinnern kann ich mich nicht. Ich ging gerade in die Schule und hörte eher „Die Schulweg-Hitparade“ von Rolf Zukowski, die mir irgendjemand zur Einschulung schenkte (warum eigentlich?) als die Beatles. Außerdem lag die Ehe meiner Eltern in den letzten Zügen, wie sich knapp ein halbes Jahr später herausstellen sollte. Aber das wusste ich damals auch nicht.

Die Beatles traten erst spät in mein Leben. Ich war 13, 14 oder 15 Jahre, als ich ein paar Songs den Fab Four zuordnen konnte. Dann ging es sehr schnell, und Michi hatte mir innerhalb weniger Wochen die komplette Diskographie auf Musikkassetten überspielt, die ich immerhin schon auf einem Radio „it Doppelkassettendeck anhörte. Von da an war ich Fan und bin es heute noch. „Sgt. Pepper’s Lonely Heart’s Club Band“ zählt für mich rund 30 Jahre später immer noch zu einem der herausragenden Alben der jüngeren Musikgeschichte.
ich las alles über sie, was mir in die Finger kam, und hielt mich – aĺtersgemäß – für einen Experten, der in jeder Quiz-Show hätte mit seinem Wissen prahlen können. Leider gab es damals fast keine, denn „Der große Preis“ verlangte mir zu viel Allgemeinwissen ab, und „Alles oder Nichts“ gab es nicht mehr. Im Nachhinein war das kein Unglück.

Wie beschränkt mein Wissen war, erfuhr ich wiederum erst später.
Als Julia Edenhofer noch auf Bayern 3 moderierte, hatte sie am Nachmittag vor dem Heiligen Abend eine Sendung, in der sie die erfolgreichsten Weihnachtslieder abspielte. Allesamt Oldies, weil die ihr Steckenpferd waren. Sie begann jedes Mal mit „Happy Xmas (War Is Over)“. Spät begriff ich, dass dieser Song von John Lennon (und von Yoko Ono, aber darauf komme ich später noch zu sprechen) war, der wiederum – aber das wissen Sie schon sehr lange und ich noch nicht ganz so lange.

Es muss wahrscheinlich zu John Lennons 50. Geburtstag gewesen sein, als ein opulenter Dokumentarfilm in die Kinos kam. Das Elternhaus meinte, dass ich mir den Streifen anschauen solle, wenn ich mich für die Beatles interessiere.
Der ausführliche Abriss enthielt sehr viel Lennon und – in der getrübten Erinnerung – noch mehr Yoko Ono, die sein Erbe bis heute sehr geschickt verwaltet. Weitere Songs, die ich immer wieder mal hörte, aber nicht zuordnen konnte, waren also auch von von ihm. Eine erschöpfende Bandbreite, die ich erstaunt, jedoch nicht weiter kritisch zur Kenntnis nahm. Eine nicht autorisierte Biographie las ich auch noch und fühlte mich wieder mal allwissend.

Daraus wuchs eine Zuneigung, die ich nicht als Vergötterung bezeichnen möchte. (Ich konnte mich noch hemmungslos in Frauen verlieben, ohne an John zu denken.) Aber als mir ein Musiker in der Fußgängerzone „You look like John Lennon“ zurief, war ich ziemlich stolz. Das Singen ließ ich jedoch sein.
Ich fand ziemlich viel toll, was er so machte. Musik, Friedensbewegung, Rauchen und so. Und lange Haare hatte er auch.

Es war meine zwei Jahre ältere zweite Ausbilderin, die in einem launigen Gespräch, als wir die Kinder bekochten, anmerkte, dass Lennon einen Mutterkomplex gehabt habe. Sie habe sich im Rahmen eines Referats näher mit ihm beschäftigt und sei dabei zu diesem Schluss gekommen. Ich widersprach ihr nicht und tue es bis heute nicht, weil es doch einige Anzeichen gibt, die nur womöglich nicht den küchenpsychologischen Bereich verlassen.
Hört man sich „Mother“ an und berücksichtigt die traumatische Erfahrung, die er als Jugendlicher machen musste, bedarf es nicht viel Phantasie. Dass er sich während seiner ersten Ehe der älteren Yoko Ono zuwandte, unterstützt diese These, auf der ich nicht weiter weiter herumreiten will.
Yoko Ono wird bis heute sehr viel Schlechtes nachgesagt. Als Künstlerin halte ich ich sie bis heute für überschätzt, trat sie während der Ehe und nach seinem Tod als solche nicht sonderlich in Erscheinung. Man teilt Idole auch nicht gerne mit Anderen. Aber dass sie die treibende Kraft für das Ende der Beatles – also das Böse! – gewesen sein soll, erscheint mir übertrieben. Es sind vier junge Männer älter geworden und haben sich weiter entwickelt. (Und es gab ja auch noch Linda Eastman.) Sie hat ihm wohl gut getan, was das Beste ist, was man einem Menschen neben Gesundheit wünschen kann.
Und es war vielleicht sogar sehr gut, dass sich John, Paul, George und Ringo nach „Let It Be“ getrennt haben. Andere Bands haben sich nach wesentlich schlechteren Alben getrennt.

John Lennons Werk danach betrachte ich nach der anfänglich beschriebenen Euphorie, die man wohl nur als Teenie und Twen haben kann, sehr zwiespältig.
Am besten gefällt mir sein Album „Rock ’n‘ Roll“, auf dem er hauptsächlich Gecovertes zum Besten gibt. Dort kommt das Rebellische, dem er so gut eine eindrucksvolle Stimme geben konnte, am besten zur Geltung. Dass keine Zeile von ihm stammt – geschenkt! Seine mit Yoko vorgetragene Gesellschaftskritik hatte zu viel von sozialpädagogisch korrekter Lagerfeuerromantik. Sie traf den Nerv der Zeit, die heute nicht nur Rainald Grebe belustigt. Die Wirkung dieses von Beiden besungenen 1. Mai ist auch nach Nelkenzigarettenkonsum sehr überschaubar. Dass „Imagine“ in den vergangenen Monaten rund um flüchtende Menschen und religiöse Debatten wieder auferstehen durfte, ist wahrscheinlich mehr Ausdruck der Verzweiflung denn Hoffnung auf Besserung in altem Kleid.
Sein letztes Album „Double Fantasy“ ist eine einzige Enttäuschung. Die verklärte Hymne an die (seine) Frau ist noch der Höhepunkt eines Singsangs, der offenbar am heimischen Küchentisch entstand, an dem John dem Zweitgeborenen zeigen wollte, dass er wirklich Musiker war. Wenn Väter ihren Kindern etwas beweisen wollen, wird’s schnell peinlich. Sei es auf dem Fußballplatz, auf dem Pausenhof oder im Studio. So wird aus einem Album schnell ein musikalischer Kreuzbandriss.

Dass John Lennon das Comeback nach fünf Jahren nicht mehr erleben durfte, weil ein Wahnsinniger erfolgreich nach seinem Leben trachtete, machte aus einem – musikalisch – sehr weltlich gewordenen Musiker einen Mythos.
Die Frage, was er danach veröffentlicht hätte, bleibt offen. Das ist auch ganz gut so.
Denn die Jahre später in drei Teilen herausgegebene Anthologie der Beatles ist interessant wie ernüchternd. Eigentlich ist sie eine Unverschämtheit. Dass Lennons Gesang in Fragmente eingefügt wurde, ist annehmbar. Dass dieses Werk von Jeff Lynne produziert wurde und somit auch wie das Electric Light Orchestra, das es zu Zeiten der Beatles noch nicht gab, klingt, ist ein unverzeihlicher Umstand! Unabhängig davon lag eine Menge Ausschuss im Archiv, den die Fab Four nicht zu Unrecht rund 20 Jahre unter Verschluss hielten.
Vielleicht hätte John Lennon sich mit anderen Musikern zusammen getan wie mit Elton John oder David Bowie und sich dadurch befruchten lassen.
Wir werden es nicht erfahren.

Aber als Fan ist man irrational. Lebte John Lennon noch, und würde er noch weiter Musik machen – ich würde seine Alben kaufen. Weil es John Lennon ist.
Einmal Fan, immer Fan!

Und wenn ich „Happy Xmas (War Is Over)“ höre, entzünde ich natürlich immer noch innerlich Frieden stiftende Duftkerzen. So viel Verehrung und Naivität müssen sein!

Mixtape mit 16: Seien Sie tapfer!

Ja, so geht Blogparade.

1988 wurde ich 16. Meine Hauptbezugsquelle für Musik war tatsächlich das Radio, was den Radius einschränkt, wir hatten keinen Plattenspieler mehr, einen CD-Player gab es noch nicht, und MTV ist an mir vollkommen vorüber gegangen. Der Fernseher war noch Schwarz-Weiß, wir waren nicht verkabelt, und ich weiß nicht, ob wir die Privatsender schon terrestrisch empfangen konnten. Ich habe auch keine älteren Geschwister, die mich musikalisch positiv oder negativ hätten beeinflussen können.

Da 1988/89 schon ein paar Jahre zurück liegen, musste ich recherchieren, was sich damals so Hit schimpfte. Das folgende Mixtape klingt also wie die Playlist eines Dudelsenders aus der damaligen Zeit. Seien Sie tapfer, aber es gibt ein paar Ausreißern, die ich meiner Peer Group verdanke.

Ich habe in diesen Jahren einige Mixtapes zusammengestellt (ich hatte immerhin ein Doppelkassettendeck!), aber dieses gab es so nie. Aber darum geht’s ja nicht.

A-Seite (44:38)

Yazz: The Only Way Is Up (4:02)
Das lief, als ich im Sommer 1988 in Bournemouth auf Sprachreise war, rauf und runter. Bei der Gastfamilie lief der ständig der Fernseher, wo ich auf darauf stieß. Als ich wieder in München war, lief es in deutschen Radios rauf und runter. Ich hab’s importiert. Sorry für das Annie-Lennox-Double, aber Wasserstoffblond war damals schwer angesagt.

Stan Ridgway: Camouflage (4:57)
Eine Eintagsfliege von 1986, die lange Jahre zu meinen Lieblingsliedern gehörte. Schmerzfrei konnte ich es selten hören, weil ich lange Zeit hoffnungslos in Nina aus der Klasse unter mir verliebt war.

Erste Allgemeine Verunsicherung: Heiße Nächte in Palermo (3:32)
So, bevor in den Kommentaren jemand sein Schandmaul zu voll nimmt: die EAV liebe ich heute noch! Und dieses Lied vereint Komik und Melancholie.

AC/DC: Heatseeker (3:50)
Es begann dank Peer Group meine Metalphase. AC/DC brachte Blow Up Your Video raus, was heute zurecht als eines der schlechtesten Alben der Australier gilt.
Ich durfte ja im Gegensatz zu meinen Altersgenossen fast nix (weggehen, zum Beispiel), aber ich durfte mir als erster in der Jahrgangsstufe die Haare wachsen lassen!

Desireless: Voayage, Voayage (4:10)
Irgendwie schafften es Französinnen 1988 in die Charts. Ein klassischer Sommerhit einer Künstlerin, die jeder Moderator anders aussprach.

Rainhard Fendrich: Macho, Macho (3:22)
Es gibt wesentlich bessere Songs von ihm, aber das war sein größter Hit und ein wenig programmatisch für München, weshalb ihn Radio Gong 2000 auch stündlich spielte. Mindestens. Danach bewies er, dass man mit charmantem Schmäh besser moderieren kann als Rudi Carrell, bevor er nach Kokstherapie Hochdeutsch sang.

The Beatles: Penny Lane (3:03)
Ein oder zwei Jahre davor wurde ich mit den Beatles bekannt gemacht. Zu der Zeit mein Lieblingslied von den Fab Four.

George Harrison: Got My Mind Set On You (3:54)
Mit Cloud Nine feierte der jüngste Beatle sein großes Comeback. Das Album gab mir den Anstoß, mich auch mit den anderen Soloprojekten der Beatles zu beschäftigen.

Rod Stewart: Baby Jane (4:17)
Puh, Musik, Frisur und das Alter seiner Frauen sind immer gleich geblieben. Ich hätte also auch das in dem Jahr aktuelle Lost in You nehmen können. Wurde später wirklich dreist, als er nicht nur einmal Tom Waits coverte.

Tracy Chapman: Talkin‘ Bout A Revolution (2:52)
Klein und unspektakulär. So’n bisschen erziehermäßig mit dem Hauch von Lagerfeuerromantik.

Terry Jacks: Seasons In The Sun (3:34)
Das Lieblingslied meiner Mutter, das immer laut aufgedreht wurde, wenn es gespielt wurde. Gehört also hier rein.

Edelweiß: Bring Me Edelweiß (3:50)
Ja, ganz schlimm.

B-Seite (44:52)

Iron Maiden: The Number Of The Beast (4:48)
Etwas komplexer als AC/DC. Die Cover ihrer Platten waren auch besser, gehen aber auch nicht als große Kunst durch.

Tanita Tikaram: Good Tradition (2:52)
So, mal kein Hit. Twist My Sobriety war ja recht erfolgreich, aber dieser gefiel mir besser. Und in jeder Anmoderation wurde betont, dass Tanita Tikaram in Münster geboren wurde.

Erste Allgemeine Verunsicherung: Sandlerkönig Eberhard (6:03)
Wurde meines Wissens nie als Single veröffentlicht, erfreute sich aber bei uns größter Beliebtheit. Romeo und Julia auf Österreichisch – heute noch groß!

Roy Orbison: You Got It (3:00)
Ja, der Song ist Schlager! Als fleißigem Oldiesendungenhörer mit Julia Edenhofer und Georg Kostya war mir Roy Orbison ein Begriff. Er feierte nach langen Jahren mit vielen Tiefen ein fulminantes Comeback – sowohl als Solist als auch als Mitglied der Supergroup Traveling Wilburys. Erleben durfte er es nicht mehr, weil er im Dezember 1988 verstarb.

Bryan Adams: Summer Of 69 (3:41)
Damit wurde ich auch in Bournemouth angefixt. Ich kaufte mir auch für £6,99 das Album auf Cassette. Habe später mit Bryan Adams gebrochen, als eine seiner CD’s offen im 7er-BMW des verhassten Wirtschaftslehrers herumlag.

Bon Jovi: Lay Your Hands On Me (6:01)
Ja nun. Wenigstens trug Jon seine Haare damals noch lang.

The Moody Blues: Your Wildest Dreams (5:01)
Noch so ein Lied, das ständig auf dem sich damals zwischen Schlager und besserer Musik bewegenden Bayern 3 gespielt wurde und meine Mutter gerne lauter drehte. Süß und pappig. Danach kam von Moody Blues nix mehr; ich glaube, sie sind an dem Lied erstickt.

The Dubliners & The Pogues: The Irish Rover (4:07)
Ich weiß nicht mehr, wer die beiden irischen Bands bei uns einschleuste. Auf jeden Fall wurde damit meine Leidenschaft für Irish Folk und Trinklieder geweckt. Und tanzen kann man dazu auch sehr gut. Also, was ich halt Tanzen nenne, Kenner bezeichnen es eher als Hüpfen.

Tommi Pieper singt ALF: Hallo Alf, hier ist Rhonda (4:10)
ALF war ja einer der letzten Fernsehserien für Kinder und Jugendliche, die das ZDF auf seinem 17.50-Uhr-Sendeplatz ausstrahlte. ALF finde ich immer noch super! Den Song, den ALF’s deutsche Stimme Tommi Pieper sang, ist rechter Schrott.

Moinlabs: Sweet Home Weihenstephan (~3:00)
Die Hommage des musikalischen Genies unseres Jahrgangs an „das beste Weißbier auf der Welt“. Eine gelungene Coverversion des BTO-Hits Sweet Home Alabama, die er im Musikunterricht zur Begeisterung aller, inklusive des offenen Lehrers, vorspielte.
Vorspielen kann ich es Ihnen nicht, weil Rainer den Song irgendwo archiviert hat. Aber gehen Sie davon, daß seine Version besser als das Original ist! (Dass es bessere Weißbiere als das von Weihenstephan gibt, möchte ich nicht an dieser Stelle vertiefen.)

#mixtapemit16 der Anderen:
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