Verschlossen

Ein fast zum Rant verkommender Beitrag für die Blogparade #SchlossGenuss

Wächst man in München auf, ist der Weg zu Schlösser und Burgen nicht weit. Im Land des Mythen behafteten Märchen-Kinis stehen genügend rum; es gibt kaum eine Bahnstrecke, an der man nicht an einem dieser Prachtbauten vorbeifährt. Dennoch mache ich einen großen Bogen um sie und photographiere sie höchstens aus der Ferne.

Natürlich werden einem die architektonischen Zeitzeugen der blühenden Vergangenheit unserer Vorfahren speziell zu Ausflügen während der Schulzeit gezeigt. Jedoch wurde uns das Wissen mit der pädagogischen Brechstange vermittelt.

Als wir im Schloß Nymphenburg waren, hielt es der Lehrkörper – ich weiß zu ihrem oder seinem Glück nicht einmal mehr, wer es war – notwendig, uns die Porzellansammlung in aller Ausführlichkeit zu zeigen. DIE PORZELLANSAMMLUNG! Die ist gewiss atemberaubend, einmalig und von hinreißender Schönheit – aber sie interessiert Zehnjährige so brennend wie Endmoränen. Natürlich waren wir sehr unruhig, was wiederum die Lehrkraft erboste, die hinterher irgendwas von „Wenn Ihr Euch nicht benehmen könnt, können wir solche Ausflüge nicht mehr machen“ faselte.
Ähnlich verhielt es sich in der Residenz. Was wurde uns detailliert vorgeführt? DIE MÜNZSAMMLUNG! Jungen Menschen ist es ziemlich egal, mit welchen Goldtalern, wovon die Plebs eh zu wenig hatte, Könige und Prinzregenten bezahlen ließen.

Es kommt erschwerend hinzu, dass diese wertvollen Stücke, ob Porzellan oder Münzen, aus nachvollziehbaren Gründen in Glasvitrinen liegen, was die Anschaulichkeit jedoch nicht erhöht. Das hat zur Folge, dass sie für BesucherInnen im wahrsten Sinne des Wortes unerreichbar sind. Im übertragenen Sinne gilt das leider für das gesamte Ensemble.
Es bleibt einem verschlossen.

Einige Jahre später – wir unternahmen in den Sommerferien als Quasi-Volljährige eine Radltour durch Bayern – machten wir in Landshut Station. Wir bekamen mit, dass dort die Burg Trausnitz steht. Wir schlossen uns einer Führung an.
Leider war auch die recht fad. Die Führerin wusste gewiss alles und kannte jedes Staubkorn, aber begeistern konnte sie uns nicht. Sie erinnerte uns vom Aussehen und Duktus an unsere Deutschlehrerin, die ein sehr angenehmer Mensch war, aber einen langweiligen Unterricht machte.
Ein paar Jahre später erlebte ich mit einer Kindergruppe wieder eine Führung dort, die eine anderen Person vornahm, aber ähnlich langweilig war und eine sehr unruhige Gruppe zur Folge hatte.

Spätestens danach war das Thema „Schlösser und Burgen“ für mich durch.
So durch, dass ich sogar um Neuschwanstein – DAS SCHLOSS! – einen großen Bogen machte, als wir vor rund zehn Jahren ein Mitarbeiterwochenende in Hohenschwangau verbrachten.

Die erste wirklich gute Führung erlebte ich vor ca. 20 Jahren in der Burg Stein an der Traun.
Im Rahmen einer 14-tägigen Ferienfreizeit im Chiemgau betreuten wir 40 zehn- bis 12-jährige Kinder und dachten uns, diese Burg könnte etwas für sie sein. Die Lage ist ja ein Traum – Immobilienmakler könnten sie besser nicht erfinden. Wir wurden nicht enttäuscht. Der ältere Herr, der uns durch die dunklen Gemächer führte, erzählte so anschaulich, als hätte er den Raubritter Hainz noch persönlich gekannt. Selbst die coolen 12-Jährigen gaben beeindruckt Ruhe.
Sowohl einige Kinder uns BetreuerInnen beschäftigte die Führung noch einige Tage. Besser geht‘s nicht.

Damit will ich auf den konstruktiven Teil des Textes überleiten.

Das Interesse für Kultur – dazu gehören auch Schlösser und Burgen – wird im Kindesalter geweckt. Kinder fragen einen sofort, was das für ein Gebäude ist, wenn es außergewöhnlich aussieht. Nicht umsonst sind Schlösser und Burgen zentrale Orte in Märchen. Ihnen wohnt ein Mythos bei, den man nur mit anschaulicher Patina anreichern muss, um sie zu begeistern. Natürlich ist es wichtig, dass FührerInnen ein breites Wissen über das, was sie zeigen, haben. Aber es ist unwichtig, das alles in eine einstündige oder längere Führung zu packen.
Kinder bringen Neugier und nicht selten etwas Wissen mit, an das man anknüpfen kann. Man muss sich nur darauf einlassen.

Betet nicht Geschichte herunter, sondern erzählt Geschichten!
Mythen, Geheimnisse, Gruseliges, Lustiges – jedes Schloss und jede Burg bietet Anekdoten, die kindgerecht aufbereitet zum Zuhören einladen.

Stellt zu Beginn der Führung Fragen!
So bekommt Ihr mit, was Kinder wissen und was sie schwerpunktmäßig interessiert.

Lasst Fragen zu und lasst Euch unterbrechen!
Ihr müsste nicht auf alles eine Antwort wissen. Aber sie wollen das Gefühl haben, dass man sie ernst nimmt.

Gebt ihnen Dinge zum Anfassen!
Natürlich ist alles unheimlich wertvoll. Das respektieren Kinder in der Regel auch. Es genügen schon gebackene Kekse nach dem Originalrezept von 1734. Aber wenn sie nur schauen und keinen Mucks geben dürfen, wird es ihnen schnell fad.

Kleidet Euch so, wie man sich damals angezogen hat!
FüherIn in historischen Gemäuern zu sein, bedeutet auch, eine Rolle zu spielen – und erhöht die natürliche Autorität.

Und Jugendlichen muss man im Zweifelsfall erzählen, wie viele (Jung-)Frauen der König, oder wer auch immer dort residiert haben mag, in seinem Schlafgemach flachgelegt hat, um sie bei der Stange zu halten, und nicht die Augen genervt verdrehen, wenn diese in ihren Augen nicht unwesentliche Frage im Raum steht. Die einst Herrschenden waren bekanntlich keine Engel, auch wenn die bereinigte Geschichte das gerne anders darstellen will. Dass das alle, speziell im Barock, rechte Dreckbären waren, sollte auch nicht unerwähnt bleiben.
Oder man stellt dar – um bei den oben erwähnten Goldtalern zu bleiben – warum Könige und Prinzregenten so viele Goldtaler hatten, die Untertanen jedoch so wenig.

Das Gebäude mag glänzen, die Vergangenheit tat es ihm in der Regel nicht gleich.
Mögen die ausladenden Bauten nicht im Besitz der BesucherInnen sein, so gehören sie doch ihnen, will man nicht verblassten Ruhm als etwas Unvergängliches verkaufen.
Eigentlich lässt es sich vereinfacht mit einem Stichwort zusammenfassen: Partizipation. Es ist nicht Eure Führung, es ist ihre Führung.

Für mich ist die Kutsche abgefahren. Ein Schlösser- und Burgenfan werde ich in diesem Leben nicht mehr. Das musste ich feststellen, als eine Bekannte mir vor zwei Jahren das Schloss in Münster, das am Rande der Altstadt auch ordentlich Platz und Parkplatz verbraucht, nahe bringen wollte. Ich interessierte mich zu ihrem Leidwesen eher für die Speisekarte in der Cafeteria als für die im Inneren dargebotene Schönheit. Und ich habe einmal zu viel Regionalfernsehen geschaut, als sich schwäbischer Landadel vor prächtiger Kulisse fürstlich bekochte. Royal Wedding in Klein mit Schäufele an Spätzle und Nochirgendwas. (Jetzt habe ich tatsächlich noch die Kurve zum kulinarischen Aufhänger von #SchlossGenuss gekratzt.)

Aber um mich geht es nicht.
Wenn die architektonisch gewiss meisterhaften Gebäude nicht nur ihren Platz auf Postkarten und in Fotoalben behalten sollen, müssen den jungen Menschen ihre Geschichte und Geschichten lebhaft dargestellt werden. Dann klappt‘s auch mit dem Schlossgenuss.
Ansonsten ist es nur die selbstverliebte Verwaltung von Prunk vergangen geglaubter Zeiten.

Nachtrag, 8.5.2018
Wie man es richtig macht, zeigt die Burg Posterstein im Altenburger Land. Dort wurde eine Ausstellung gemeinsam mit Kindern entwickelt. Ergebnis: Die Besucherzahlen stiegen

Links:
Blogparade #SchlossGenuss der Schlösser und Gärten Deutschland
#SchlossGenuss im HKMPodcast von Heinrich Rudolf Bruns
#SchlossGenuss auf Pinterest (von Tanja Praske)
#SchlossGenuss auf Twitter

Le petit enfant

Der Tod von Jeanne Moreau vor über zehn Tagen nahm ich anfangs wahr, aber nicht mehr als andere Nachrichten. Erst als sie das DLF-Kulturmagazin Corso das „Schlusswort“ (ab 23:44) sprechen ließ, wurde ich hellhörig. Das erste Zitat sprach sie nicht, sie sang es! Und – Zack! – wurde ich in meine Kindheit versetzt!

Eine Erweckung nach Jahrzehnten!
Meine frankophile Mutter legte die Platte, auf der das Lied ist, gerne auf, als mein Vater noch lebte, und es im Wohnzimmer noch eine Stereoanlage gab. Ich verstand nix, aber das Lied gefiel mir. Es war wohl der erste Ohrwurm, mit dem ich konfrontiert wurde, ohne zu wissen, was das ist. Anfangs wusste ich nicht mal, in welcher Sprache die Unbekannte sang. Es war irgendein Kauderwelsch. Später wusste ich wenigstens, dass Französisch gesungen wurde, wenn auch weder von Mireille Mathieu noch von Edith Piaf.
Ich vergaß das Lied wieder. Womöglich wurde das Lied im Elternhaus weniger abgespielt, oder es berührte mich nicht mehr – ich weiß es nicht.
In den weiteren 40 Jahren ploppte in sehr unregelmäßigen Abständen der Ohrwurm in mir auf, aber es war nur eine Melodie. Das Unterbewusstsein macht ja ganz gerne Dinge mit einem. Text gab es nicht, denn mein Französisch bewegt sich bis heute auf dem Niveau des Möchtegern-Weltmanns Karl-Heinz Rummenigge. Statt als dritte Fremdsprache Französisch zu lernen, zog ich Russisch vor, um den Fängen meiner Mutter zu entgehen. (Es gelang mir nur bedingt, aber das ist eine andere Geschichte.) Ich bin jedenfalls bis heute beeindruckt, wie sie telefonisch eine Dame oder Herrn in einem Hotel in Neuchâtel wegen einer falschen Reservierung auf Französisch zur Schnecke machte!

Nun also die Erweckung nach Jahrzehnten!
Da ich nicht wusste, was Jeanne Moreau sang, ich meine Mutter aus verschiedenen Gründen nicht fragen konnte (das passt in die oben erwähnte andere Geschichte), musste ich also das Internet (ein Hoch darauf!) bemühen, um herauszufinden, was sie sang. Ich klickte mich durch viele Videos, bis ich sicher war, den richtigen Refrain bzw. das passende Lied gefunden zu haben. Über den Umweg Vanessa Paradis…

Sie sang »Le Tourbillon De La Vie« im Rahmen der Verleihung des Ehren-César an Jeanne Moreau, die davon offenbar ernsthaft beeindruckt war und mitsang. Für mich schloss sich damit ein Kreis, weil ich als Jugendlicher unheimlich in Vannessa Paradis verknallt war, als sie mit dünner Stimme »Joe Le Taxi« besang. (Und später war ich ein wenig eifersüchtig auf Johnny Depp.)
Dass nahezu jede aufstrebende französische Sängerin das Chanson sang, erfuhr ich ich erst durch die Recherche. Aber das sind Fakten, hier geht’s um Erinnerungen und Emotionen!
Aber ich habe den ersten Ohrwurm meines Lebens gefunden! Und ich bin sehr glüklich.

Dass Jeanne Moreau nicht ganz unbedeutend war, war selbst mir Ignoranten nicht ganz entgangen. Aber ich habe mich nie mit ihr beschäftigt und das Interview, das sie dem SZ-Magazin gegeben hat, natürlich erst nach ihrem Tod gelesen. Dass sie DAS Lied in einem Film von François Truffaut, dessen Tod meiner Erinnerung nach am heimischen Küchentisch betrauert wurde, sang, habe ich nun zur Kenntnis genommen.
Ich nehme den Tod von Jeanne Moreau zum Anlass, mich sowohl mit ihrem als auch mit seinem Werk etwas näher zu beschäftigen. Und mit meiner Vergangenheit in den vergangenen 40 Jahren.

»Le Tourbillon De La Vie« im Original und in der Übersetzung

(Bild: bswise/Flickr; vermutlich Screenshot)

#35 Dream

Mit den für Erwachsene wichtigen Ereignissen, sofern sie nicht das familiäre Leben beeinflussen, hat man als Kind nur sehr wenig, fast gar nichts zu tun, selbst wenn sie Thema beim Abendessen, wenn alle für einen überschaubaren Zeitraum zusammengekommen, sind. Im Zweifelsfall wird über etwas geredet, wovon man als Heranwachsender nur sehr wenig versteht, meistens gar nichts. Nachfragen, die sich zwischen Neugier und Unverständnis bewegen, können nur selten zufriedenstellend beantwortet werden.
Ob über die Ermordung John Lennons bei uns geredet wurde, weiß ich nicht. Erinnern kann ich mich nicht. Ich ging gerade in die Schule und hörte eher „Die Schulweg-Hitparade“ von Rolf Zukowski, die mir irgendjemand zur Einschulung schenkte (warum eigentlich?) als die Beatles. Außerdem lag die Ehe meiner Eltern in den letzten Zügen, wie sich knapp ein halbes Jahr später herausstellen sollte. Aber das wusste ich damals auch nicht.

Die Beatles traten erst spät in mein Leben. Ich war 13, 14 oder 15 Jahre, als ich ein paar Songs den Fab Four zuordnen konnte. Dann ging es sehr schnell, und Michi hatte mir innerhalb weniger Wochen die komplette Diskographie auf Musikkassetten überspielt, die ich immerhin schon auf einem Radio „it Doppelkassettendeck anhörte. Von da an war ich Fan und bin es heute noch. „Sgt. Pepper’s Lonely Heart’s Club Band“ zählt für mich rund 30 Jahre später immer noch zu einem der herausragenden Alben der jüngeren Musikgeschichte.
ich las alles über sie, was mir in die Finger kam, und hielt mich – aĺtersgemäß – für einen Experten, der in jeder Quiz-Show hätte mit seinem Wissen prahlen können. Leider gab es damals fast keine, denn „Der große Preis“ verlangte mir zu viel Allgemeinwissen ab, und „Alles oder Nichts“ gab es nicht mehr. Im Nachhinein war das kein Unglück.

Wie beschränkt mein Wissen war, erfuhr ich wiederum erst später.
Als Julia Edenhofer noch auf Bayern 3 moderierte, hatte sie am Nachmittag vor dem Heiligen Abend eine Sendung, in der sie die erfolgreichsten Weihnachtslieder abspielte. Allesamt Oldies, weil die ihr Steckenpferd waren. Sie begann jedes Mal mit „Happy Xmas (War Is Over)“. Spät begriff ich, dass dieser Song von John Lennon (und von Yoko Ono, aber darauf komme ich später noch zu sprechen) war, der wiederum – aber das wissen Sie schon sehr lange und ich noch nicht ganz so lange.

Es muss wahrscheinlich zu John Lennons 50. Geburtstag gewesen sein, als ein opulenter Dokumentarfilm in die Kinos kam. Das Elternhaus meinte, dass ich mir den Streifen anschauen solle, wenn ich mich für die Beatles interessiere.
Der ausführliche Abriss enthielt sehr viel Lennon und – in der getrübten Erinnerung – noch mehr Yoko Ono, die sein Erbe bis heute sehr geschickt verwaltet. Weitere Songs, die ich immer wieder mal hörte, aber nicht zuordnen konnte, waren also auch von von ihm. Eine erschöpfende Bandbreite, die ich erstaunt, jedoch nicht weiter kritisch zur Kenntnis nahm. Eine nicht autorisierte Biographie las ich auch noch und fühlte mich wieder mal allwissend.

Daraus wuchs eine Zuneigung, die ich nicht als Vergötterung bezeichnen möchte. (Ich konnte mich noch hemmungslos in Frauen verlieben, ohne an John zu denken.) Aber als mir ein Musiker in der Fußgängerzone „You look like John Lennon“ zurief, war ich ziemlich stolz. Das Singen ließ ich jedoch sein.
Ich fand ziemlich viel toll, was er so machte. Musik, Friedensbewegung, Rauchen und so. Und lange Haare hatte er auch.

Es war meine zwei Jahre ältere zweite Ausbilderin, die in einem launigen Gespräch, als wir die Kinder bekochten, anmerkte, dass Lennon einen Mutterkomplex gehabt habe. Sie habe sich im Rahmen eines Referats näher mit ihm beschäftigt und sei dabei zu diesem Schluss gekommen. Ich widersprach ihr nicht und tue es bis heute nicht, weil es doch einige Anzeichen gibt, die nur womöglich nicht den küchenpsychologischen Bereich verlassen.
Hört man sich „Mother“ an und berücksichtigt die traumatische Erfahrung, die er als Jugendlicher machen musste, bedarf es nicht viel Phantasie. Dass er sich während seiner ersten Ehe der älteren Yoko Ono zuwandte, unterstützt diese These, auf der ich nicht weiter weiter herumreiten will.
Yoko Ono wird bis heute sehr viel Schlechtes nachgesagt. Als Künstlerin halte ich ich sie bis heute für überschätzt, trat sie während der Ehe und nach seinem Tod als solche nicht sonderlich in Erscheinung. Man teilt Idole auch nicht gerne mit Anderen. Aber dass sie die treibende Kraft für das Ende der Beatles – also das Böse! – gewesen sein soll, erscheint mir übertrieben. Es sind vier junge Männer älter geworden und haben sich weiter entwickelt. (Und es gab ja auch noch Linda Eastman.) Sie hat ihm wohl gut getan, was das Beste ist, was man einem Menschen neben Gesundheit wünschen kann.
Und es war vielleicht sogar sehr gut, dass sich John, Paul, George und Ringo nach „Let It Be“ getrennt haben. Andere Bands haben sich nach wesentlich schlechteren Alben getrennt.

John Lennons Werk danach betrachte ich nach der anfänglich beschriebenen Euphorie, die man wohl nur als Teenie und Twen haben kann, sehr zwiespältig.
Am besten gefällt mir sein Album „Rock ’n‘ Roll“, auf dem er hauptsächlich Gecovertes zum Besten gibt. Dort kommt das Rebellische, dem er so gut eine eindrucksvolle Stimme geben konnte, am besten zur Geltung. Dass keine Zeile von ihm stammt – geschenkt! Seine mit Yoko vorgetragene Gesellschaftskritik hatte zu viel von sozialpädagogisch korrekter Lagerfeuerromantik. Sie traf den Nerv der Zeit, die heute nicht nur Rainald Grebe belustigt. Die Wirkung dieses von Beiden besungenen 1. Mai ist auch nach Nelkenzigarettenkonsum sehr überschaubar. Dass „Imagine“ in den vergangenen Monaten rund um flüchtende Menschen und religiöse Debatten wieder auferstehen durfte, ist wahrscheinlich mehr Ausdruck der Verzweiflung denn Hoffnung auf Besserung in altem Kleid.
Sein letztes Album „Double Fantasy“ ist eine einzige Enttäuschung. Die verklärte Hymne an die (seine) Frau ist noch der Höhepunkt eines Singsangs, der offenbar am heimischen Küchentisch entstand, an dem John dem Zweitgeborenen zeigen wollte, dass er wirklich Musiker war. Wenn Väter ihren Kindern etwas beweisen wollen, wird’s schnell peinlich. Sei es auf dem Fußballplatz, auf dem Pausenhof oder im Studio. So wird aus einem Album schnell ein musikalischer Kreuzbandriss.

Dass John Lennon das Comeback nach fünf Jahren nicht mehr erleben durfte, weil ein Wahnsinniger erfolgreich nach seinem Leben trachtete, machte aus einem – musikalisch – sehr weltlich gewordenen Musiker einen Mythos.
Die Frage, was er danach veröffentlicht hätte, bleibt offen. Das ist auch ganz gut so.
Denn die Jahre später in drei Teilen herausgegebene Anthologie der Beatles ist interessant wie ernüchternd. Eigentlich ist sie eine Unverschämtheit. Dass Lennons Gesang in Fragmente eingefügt wurde, ist annehmbar. Dass dieses Werk von Jeff Lynne produziert wurde und somit auch wie das Electric Light Orchestra, das es zu Zeiten der Beatles noch nicht gab, klingt, ist ein unverzeihlicher Umstand! Unabhängig davon lag eine Menge Ausschuss im Archiv, den die Fab Four nicht zu Unrecht rund 20 Jahre unter Verschluss hielten.
Vielleicht hätte John Lennon sich mit anderen Musikern zusammen getan wie mit Elton John oder David Bowie und sich dadurch befruchten lassen.
Wir werden es nicht erfahren.

Aber als Fan ist man irrational. Lebte John Lennon noch, und würde er noch weiter Musik machen – ich würde seine Alben kaufen. Weil es John Lennon ist.
Einmal Fan, immer Fan!

Und wenn ich „Happy Xmas (War Is Over)“ höre, entzünde ich natürlich immer noch innerlich Frieden stiftende Duftkerzen. So viel Verehrung und Naivität müssen sein!

Ganz oben statt nur dabei

daserstemalimstadionAm Sonntag wies ich auf die Blogparade „Das erste Mal im Stadion“ von elfgegenelf.de hin. Heute reiche ich meinen Text nach.
Vielleicht ist meine Erinnerung auch eine Hommage ans Olympiastadion, das seit knapp zehn Jahren – sieht man vom Champions League-Finale der Frauen 2012 ab – kein Fußballspiel vor großer Kulisse mehr erleben durfte. Es wird mit großen Aufwendungen erhalten, was so ehrenwert wie traurig ist. Darüber schreibe ich ein andermal.

G. und ich lernten uns in der 5. Klasse kennen, als wir beim schulinternen Schachturnier den letzten und vorletzten Platz belegten. Geeint in der Niederlage fanden wir raus, dass auch der Fußball unser gemeinsames Interesse ist.
Wir hörten fortan zusammen „Heute im Stadion“, das damals noch vom nuschelnden Fritz Hausmann moderiert wurde. Das war in der Saison 1984/85, die erste Spielzeit, die ich aufmerksam verfolgte.
Der Wunsch, ein Spiel des FC Bayern zu besuchen, wuchs ins uns sehr bald.

In der darauf folgenden Saison machten wir Nägel mit Köpfen. Der 1. FC Nürnberg war gerade wieder einmal aufgestiegen und gastierte am ersten Wiesnsamstag im Olympiastadion. Man nannte Spiele gegen den Glubb noch nicht Derby.
Ich weiß nicht, welcher Teufel uns, die noch keine 14 Jahre alt waren, ritt, ausgerechnet diese Spiel auszusuchen. Es waren wohl jugendlicher Leichtsinn, der inzwischen zu gering geschätzt und immer mehr untergebuttert wird, und die Ahnungslosigkeit der Eltern, die leider sehr viel an Bedeutung verloren hat, dass sie uns erlaubten, alleine dorthin zu gehen.

In der U-Bahn – wir stiegen an der Giselastraße oder Münchener Freiheit (Platz und U-Bahnhof wurden damals noch so geschrieben) ein – bekamen wir einen ersten Vorgeschmack dessen, was uns erwarten würde. Bumsvoll war es. Wir quetschten uns demütig zwischen Kuttenträger und nach Alkohol riechende Männer und versuchten nicht aufzufallen. Es gelang uns ganz gut, was nicht nur an der Luft, die uns eigentlich zum Atmen fehlte, lag. Am Olympiazentrum wurden wir mit der Masse rausgespült und schwammen bei bestem Wiesnanstichwetter mit ihr unauffällig zum Stadion. Warum wir nicht mit dem Radl in den Olympiapark gefahren sind, weiß ich nicht. Ich vermute, dass das in der zwei Mark teuren Eintrittskarte enthaltene MVV-Ticket den Ausschlag gab.

Es verging einige Zeit, bis wir unseren Block gefunden hatten. Irgendwas zwischen R und S. Es war leider egal, weil wir so spät dran waren, dass wir zwar noch einen Platz ganz oben fanden, mehr aber nicht. Es war so voll, dass es uns nicht gelang, weiter nach vorne zu gelangen. Wir verfolgten das Spiel von ganz weit oben und versuchten anhand der Akustik nachzuvollziehen, was unten auf dem Rasen passierte.
In der Halbzeit wurden wir von hungrigen und durstigen Fans wieder aus dem Block gespült. Wir hielten zu lange inne, denn ehe wir auf die Idee kamen, uns in der nun übersichtlicheren Kurve dem Spielfeld zu nähern, waren alle wieder zurück, und wir standen dort, wo wir schon während der 1. Halbzeit standen. Wir jubelten, wenn alle jubelten, schimpften, wenn alle schimpften und lamentierten dazwischen nur ein wenig.
Man kann nicht sagen, dass die Anderen brutal oder besonders unhöflich waren. Sie übersahen uns nur, und wir waren zu respektvoll. Es war die Zeit, als Ordner optisch eher gemütlich wirkten, nicht überrepräsentiert waren und sich höflich zurückhielten, wenn ihr Einsatz nicht explizit verlangt wurde. Ältere Herren – der Eindruck mag unserer Jugendlichkeit geschuldet gewesen sein –, die sich daran erfreuten, eine Aufgabe zu haben.
Wir erfuhren immerhin, wie das Spiel ausging – 2:1 – und hatten bei strahlendem Sonnenschein ein beeindruckendes Erlebnis.

Auf dem Heimweg schob ich ein wenig Panik, weil die Schlange vor dem Bahnhof Olympiazentrum sehr lang war und ich befürchtete, zu spät zum Abendessen zu kommen. Ärger oder gar Hausarrest wollte ich nicht riskieren. Da vergaß ich auf einmal meine Zurückhaltung – ich saß pünktlich am Essenstisch.

Die Enttäuschung, von dem Spiel fast nichts gesehen zu haben, hielt in uns nur kurz an. Wir gingen fortan öfter ins Stadion und erfuhren dabei, dass Spiele damals™ selten ausverkauft waren. In der Saison darauf gelang es uns sogar, ein Europapokalspiel auf Kosten des Vereins anzuschauen.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Die Freundschaft mit G. hielt immerhin sieben Jahre, bevor sie langsam auseinander ging, was nicht nur daran lag, dass er sich später dem Giesinger Lokalrivalen zuwandte.

Geschichtstrainingslager

Irgendwann ging es gestern Nachmittag auf Twitter auf einmal um Klassenfahrten. Abgründe in Form Lehrern in Unterhemden und Haifischketten taten sich auf. Heinz Kamke beteiligte sich daran nicht, äußerte aber als stiller Genießer den Wunsch, den einen oder anderen ausführlichen Erlebnisaufsatz lesen zu wollen.
Et voilà!

Zu Klassenfahrten kam ich erst sehr spät. Schullandheime waren in der Grundschule noch nicht üblich, zumindest an meiner. An den Skilagern in der Mittelstufe nahm ich mangels Geld und dafür nicht geeigneter Gelenken nicht teil. Ich war also bereits volljährig, als ich mit der Schule erstmals auf Reisen gehen durfte.

Jede 11. Klasse unternahm eine Studienfahrt nach Berlin.
Der Jahrgang über uns erlebte noch alle Grenzschikanen und sonstigen Einschränkungen, wir brachen drei Tage nach der Wiedervereinigung, an einem Samstag, mit zwei Bussen und zwei Fahrern namens Toni auf. Begleitet wurden wir von vier oder fünf Lehrkörpern, die diese Studienfahrt schon mehrere Jahre betreuten, und einer jungen Biologielehrerin, für die es der erste große Ausflug war. Der Musiklehrer, der sehr viel wusste, ließ es sich nicht nehmen, die lange Fahrt über die Großverbundplattentansitautobahn mit Geschichten über das geschichtssträchtige Berlin zu verkürzen, aber es hörte ihm nur sein Kollegium zu. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle, sieht man davon ab, dass einer der Tonis die vereinbarte Raststätte zu spät sah und einige Meter rückwärts fuhr, was einige frisch gebackene Führerscheininhaber in unseren Reihen empörte. Auf meine Nachfrage, warum man auf der Autobahn nur vorwärts fahren dürfe, erntete ich verständnisloses Gelächter.

Es dämmerte, als wir unser Ziel erreichten. Das Jugendgästehaus Central im Herzen West-Berlins unweit des Kudamms war ein spartanisch eingerichteter Schuppen mit Stahlrohrstockbetten. Man konnte wenig kaputt machen, aber dafür sollten wir eh keine Zeit haben.
Kaum waren wir angekommen, hatten wir gerade Zeit, unser Gepäck abzulegen und die Betten zu beziehen, bevor wir zur ersten Sehenswürdigkeit gefahren wurden.
So ging es in den kommenden sechs Tagen auch. Das Programm war dicht gepackt. Ich weiß nicht mehr, was wir alles gesehen haben. Pergamonmuseum, Reichstag, Straße des 17. Juni, Checkpoint Charlie, Schloß Charlottenburg, Schloß Sanssouci, Dahlem, Brandenburger Tor, Märkisches Viertel, Potsdamer Platz (auf dem man allerhand NVA- und Rote Armee-Devotionalien erwerben konnte), usw. Dazu gab es viele Vorträge, so dass sich die Studienfahrt kaum vom uns bekannten Frontalunterricht unterschied. Ein knackiges Programm, das durch viele im schlechtesten Sinne lehrerhaften Einlassungen mitunter zur schwer verdaulichen Kost wurde. Man kann es auch als Geschichtstrainingslager bezeichnen, das nur durch krude Theorien der mitfahrenden Geschichtslehrerin unfreiwillig aufgelockert wurde.

Gegen 19 Uhr, nach dem Abendessen, war das Tagesprogramm beendet. Wir hatten Freizeit.
Bis 23.30 Uhr.
In Worten: Dreiundzwanzig Uhr Dreißig!
Halb Zwölf!
In Berlin!
Dementsprechend war in den Kneipen, die wir aufsuchten, wenig los. Unsere Lehrkörper waren kulturell und historisch sehr beschlagen, aber was man außer Museen besichtigen kann, wussten sie nicht. Oder sie behielten ihr Wissen für sich.
So lungerten wir meistens in Kneipen rund um den verblassenden Kudamm rum. Ich lernte Kristallweizen kennen, ein Getränk, das ich bis heute nicht verstehe.
Der Osten wäre sicher interessanter gewesen, aber wir waren jung und dumm, und die Anreise zog sich auch hin. Bis wir am Prenzlauer Berg gewesen wären, hätten wir fast schon umkehren müssen, um pünktlich am Eingang vom diensthabenden Lehrkörper empfangen zu werden.
Nach dem Schlafengehen aus dem Fenster zu steigen, war auch keine Option, denn die Fenster waren vergittert. (Etwas, was ich rund 20 Jahre später erst wieder in der Psychiatrie erlebte). Der Kunstlehrer drehte in unregelmäßigen Abständen in seinem ägyptischen Kaftan seine Runden und ermahnte uns zur Nachtruhe.
Ein kleiner Teil durfte allerdings einmal länger ausgehen. Rainer, musikalisch versiert, überzeugte unseren Musiklehrer von der Notwendigkeit, ein Jazzlokal zu besuchen. Ich bekam davon rechtzeitig Wind und gehörte zu dem elitären Kreis von fünf, sechs Schülern, die einer Jam Session im Quasimodo in der Kantstraße beiwohnen durften und erst um 1 Uhr in den Gitterpalast zurückkehren mussten.

Am siebenten Tag wurde uns schon der Nachmittag zur freien Verfügung gestellt. Die Zeit nutzte ich, um im Westen Doppeldecker sowie im Osten Rekowagen und KT4 zu fahren.
An diesem Tag durften wir auch länger ausgehen. Bis 0.30 Uhr, wenn ich mich nicht irre. Die Nachtwache war in der Nacht auch nicht mehr so streng. Aber daran erinnere ich mich nur noch fragmentarisch, weil ich unangenehme Erfahrungen mit Gin machte. Als Andenken an diese Nacht brachte ich mit einer Nagelschere gekürzte Haare mit. Meine Mutter unternahm nach meiner Heimkehr einige Anstrengungen auf, um diesen Schnitt in eine Frisur zu verwandeln.

Die Fahrt nach Moskau und Kiew ein dreiviertel Jahr später war ein vollkommen anderes Erlebnis, weil uns die begleitenden Lehrkörper nicht gekannte Freiheiten gewährten, obwohl es Geschichte ebenfalls in nicht-homöopathischen Dosen gab.

[Curi0us beteiligte sich als erster am Klassenfahrtsblogtextcontest: „Monika, och…“
Wer mag, darf sich sich gerne daran beteiligen. Ich sammle de Erinnerungen gerne in einem eigenen Artikel.]

Heilige Nacht im Heim

Der Text ist inzwischen sechs Jahre alt. Er entstand im Rahmen des von Isarstadt.de (es ist immer noch ein Jammer, daß es das Blog nicht mehr gibt) veranstalteten Blogwichtelns. Sebastian Dickhaut wurde das Vergnügen zuteil, von mir beschert zu werden.
Seit drei Jahren arbeite ich nicht mehr im Heim, denke jedoch speziell an die Weihnachtsdienste gerne zurück.

Der Dienst am Heiligen Abend gehört zu den den schönsten Arbeitstagen im ganzen Jahr. Für die Kolleginnen, die mit Familie reich gesegnet sind, ist der 24.12. allenfalls noch als Frühdienst attraktiv, können sie so eventuell dem heimischen Baumschmücken und aufgedrehter Brut entgehen.
Die am Heiligen Abend Unverpflichteten dürfen sich auf den Spätdienst stürzen, der eigentlich schon viel früher beginnt als an diesem Tag um 13 Uhr.

Dabei ist eines ganz wichtig: im Vorfeld sprechen wir uns mit der Nachbargruppe ab, wie denn das diesjährige Weihnachtsmenü auszusehen hat (und machen es dabei nicht besser als die Bewohner, die einen spätestens während des Frühstücks fragen, wann es und was es denn zum Mittagessen gebe). Besteht darin Einigkeit, klären wir, wer was zubereitet, und was dazu von wem eingekauft werden muss.
Das Einkaufen vor dem Spätdienst ist um einiges unangenehmer als der Dienst selber, muss man sich doch am Vormittag der bevorstehenden Heiligen Nacht ins Getümmel schmeißen. Die Kinder und Jugendlichen sollen schließlich Frisches und frisch Zubereitetes bekommen! Das Mittagessen fällt dementsprechend und entgegen der sonstigen Gepflogenheiten recht bescheiden aus.

Für dieses Jahr ist vorgesehen:
Spaghetti aglio e olio
Gans mit Blaukraut und Knödel
Mousse au chocolat oder Tiramisu (das müssen die Kolleginnen aus der Nachbargruppe noch unter sich klären)
Dieses Jahr dürfen wir auf keinen Fall eine anständige Geflügelschere vergessen; denn diese chirurgischen Noteingriffe mit minderwertiger Ware beeinträchtigen das Vergnügen ungemein.

Unmittelbar nach Dienstbeginn beginnen die emsigen Vorbereitungen für das Mahl. Im Gang der Nachbargruppe wird die Festtafel hergerichtet. Gegen 15 Uhr kommt die Vorgesetzte mit der Gratifikation für die Diensthabenden. Erst danach schicken wir den Zivildienstleistenden zum Sektholen an die benachbarte Tankstelle.
Einige Bewohner werden noch für den freiwilligen Besuch der Weihnachtsmesse in der Herz-Jesu-Kirche fein gemacht, während der Vogel es sich im Ofen kommod macht. Eigene Weltanschauungen stehen hinten an. Hoffnungslos überfüllt machen uns die Angestellten des Herrn und die Besucher Platz, so daß auch unsere Betreuten nicht nur Randfiguren des christlichen Krippenspiels sind.
Zurückgekehrt vom Kirchgang geht es mit der Vorspeise weiter. Danach sollte der auch die Gans für den Verzehr bereit sein.
Danach gibt es für die Betreuten endlich die heiß ersehnte Bescherung. Ich kenne die neuen Kolleginnen noch nicht gut. Vielleicht ist eine musikalisch Begabte dabei, die unseren falschen Gesang mit Gitarre ein wenig aufhübschen kann. Die Nachspeise bildet den letzten kulinarischen Höhepunkt, bevor die alljährlich für 21 Uhr erwartete Nachtwache auch heuer vollkommen unerwartet eine halbe Stunde früher kommt und statt einer kurzen wie fundierten Übergabe emsig in der Küche rumräumende Kolleginnen geboten bekommt.

Weihnachten im Heim – ich freue mich darauf!